1. Baptized In Sorrow
Wenn
sich eine Band einen solchen Namen gibt, sollte auch klar sein, was auf
«Lionheart» Trumpf ist. Das deutsche Quintett schmiedet in der Tat auch auf
Album Zwei typisch teutonischen Stahl der Marke Accept. Vor zwei Jahren fand
der Vorgänger «The Eagle Will Rise» den Weg in meine Sammlung und deshalb war
die Spannung gross, ob «Lionheart» die Qualität des Debüts halten konnte.
Produziert
von Uwe Lulis verfügt das Album über mächtig Power, was sich schon beim Opener «Baptized
In Sorrow» zeigt. Die Gitarren braten ordentlich, der Bass ist gut gemischt und
die Drums sorgen für den nötigen Druck. Der Gesang von Rio Ullrich dürfte
hingegen Geschmackssache sein, verfügt aber für die nötige Dosis Rotz und
Dreck. Traditioneller Metal ohne Schnick Schnack bietet auch das packende
«Bloodrage», der Mid-Tempo Hammer «Executor» oder der hymnische Schlusspunkt «United».
Auch wenn mit «The Lost And The Damned» und «Left Alone» auch zwei eher durchschnittliche
Songs vertreten sind, kann man «Lionheart» insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen.
Neu, experimentell oder aufregend ist das zweite Album von Generation Steel nicht und das will die Band auch nicht. Hier regiert einfach bodenständiger, schnörkelloser Heavy Metal, der sich vor den Grössen der deutschen Szene verbeugt. Wer Accept, Running Wild oder Brainstorm mag, dem sei «Lionheart» ans Herz gelegt.


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