1. Desert Change
Zwei
Jahre nach dem Erstlingswerk «Go Ahead And Die» sind Max Cavalera und sein Sohn
Igor Amadeus Cavalera zurück und veröffentlichen zusammen mit dem Drummer
Johnny Valles das Nachfolgewerk «Unhealthy Mechanismus». Die Mischung aus
Groove, Thrash und Death Metal bleibt dabei bestehen.
Wenn
ihr, wie ich mit Soulfly eher weniger anfangen könnt und die Arbeiten von Max
bei Sepultura eher favorisiert, könnte Go Ahead And Die etwas für euch sein, weil
die Band traditioneller unterwegs ist. Durchaus modern angehaucht, mit mächtig
Groove und immer ein wenig am Death Metal kratzend, kommt der Opener «Desert
Carnage» daher. Der ebenfall bereits als Single veröffentlichte Song «Tumors»
geht ebenfalls noch als Anspieltipp durch, doch dann hat es sich leider schon
mit Highlights. Tönt hart und ja zugegeben, schlecht ist die ganze Scheibe
nicht, aber ich habe auch nach drei, vier Durchgängen immer noch das Gefühl,
hier Riffs und Gesang aus der Resteverwertung zu hören. Der Groove ist zwar
spürbar und in fast jedem Song taucht ein Headbanging Part auf, aber die Songs
bleiben trotzdem nicht im Gedächtnis. «Split Scalp» oder «Cyber Slavery» sind
solche Beispiele von simplen, ja fast dumpfen Riffing und gleichtönigem Gesang.
Da erwartet man von einem Max Cavalera einfach mehr.
Was die Band eigentlich könnte hat sie mit dem Titeltrack auf ihrer ersten Scheibe bewiesen. Solche Hammertracks fehlen auf «Unhealthy Mechanismus» gänzlich, weshalb das neuste Werk wohl nur selten den Weg vom Regal in die Anlage finden dürfte und ich eher auf die alten Sepultura Alben zurückgreife und hoffe dass sich Max nochmal in diese Richtung bewegt und «Arise II» aus den Ärmeln schüttelt. Vielleicht bin aber auch nur ein nostalgischer Träumer…


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