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Infernalizer - After Dark



Release Info: 2023 - Rockshots - Full Length
Band Info: Italien - 2019 - Gothic Metal
Bewertung: 8  


Songs:

1. Season Of The Witch
2. The Dark Passenger
3. What Did You Expect
4. Moon Of Blood
5. After Dark
6. What We Do In The Shadows
7. Death Wish
8. This Is My Yard
9. Falling In Slow Motion
10. Sky Burial

Leser, welche noch physische Tonträger sammeln, haben vielleicht auch schon Blindkäufe aufgrund des Artwork oder Bandnamen getätigt und waren dann zuhause positiv oder negativ überrascht. Bei diesem Album hatte ich quasi ein Deja-Vu, denn erwartet habe ich aufgrund des Äusseren eigentlich auf ein Thrash oder Speed Album. Aber «After Dark» klingt, wie wenn Lordi Gothic Metal machen würde.

Hinter Infernalizer steht Claudio Ravinale, seinerseits Sänger bei den italienischen Deathern von Disarmonia Mundi. Nach dem (zu langen) Intro «Season Of The Witch» legt die Band mit «The Dark Passenger» los und nimmt einen auf eine melancholische, aber gleichzeitig auch auf eine catchy Reise in die Anfänge der Neunziger, als Bands wie Paradise Lost oder Amorphis durchstarteten. «Moon Of Blood» bringt sowohl die härteren Einflüsse zu Tage, aber auch viel Melodie, die Keyboards spielen auch hier eine prägende Rolle. «What We Do In The Shadows» ist ein eingängiger Song, den ich mir auf einer Lordi oder Alice Cooper Scheibe auch gut vorstellen könnte. Überhaupt lässt sich die Präsenz von fast kitschigen Melodiebögen mit viel Synthies nicht lügen, Ravinale hat definitiv ein Händchen dafür.

Unnötig ist dann erst wieder das Outro, das ebenfalls zu lange geraten ist. Ansonsten ist «After Dark» ein gelungener Trip in die Vergangenheit, mit einem Hauch zu viel Kitsch und etwas zu vorhersehbar. 




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