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KK's Priest - The Sinner Rides Again



Release Info: 2023 - Napalm - Full Length
Band Info: England - 2019 - Heavy Metal
Bewertung: 8,5


Songs:

1. Sons Of The Sentinel
2. Strike Of The Viper
3. Reap The Whirlwind
4. One More Shot And Glory
5. Hymn 66
6. The Sinner Rides Again
7. Keeper Of The Graves
8. Pledge Your Souls
9. Wash Away Your Sins 

Tim «Ripper» Owens mag ein guter Sänger sein, aber so richtig überzeugt hat mich der gute Mann weder bei Judas Priest, Iced Earth oder mit einem seinen zahlreichen anderen Projekten. Das lag aber weniger am Ripper, als vielmehr am Songwriting der jeweiligen Alben. Seit sich der Sänger mit dem Ex-Judas Priest Gitarristen K.K. Downing zusammengetan hat, hat sich das grundlegend geändert. Schon das Debütalbum «Sermons Of The Sinner» hat mich gepackt und deshalb war ich sehr gespannt auf den Nachfolger.

Auch auf dem zweiten Werk ist der Judas Priest-Spirit allgegenwärtig, kein Wunder bei Songtiteln wie «Sons Of The Sentinel», einer regelrechten Abrissbirne von Opener. Überhaupt ist der Start von kurzen Songs geprägt, welche von messerscharfen Riffs nur so strotzen. Der erste und eigentlich einzige Schwachpunkt folgt ausgerechnet mit der Single «One More Shot At Glory», welcher das gewisse Extra fehlt, der Song verliert vor allem im Refrain an der nötigen Dynamik und wirkt auf mich zu konstruiert. Mit fortlaufender Dauer werden KK’s Priest epischer und atmosphärischer, wie beim fabelhaften Titeltrack oder beim Schlusspunkt «Wash Away Your Sins», wo Owens seine ganze Klasse zeigt. Es gab ja immer mal wieder ehemalige Bandmitglieder die auf den Pfaden ihrer ehemaligen Combos wanderten. Ich erinnere mich da an X-Wild oder an Rebellion oder dem undurchsichtigen Rhapsody (Of Fire) Dschungel. KK’s Priest sind da nicht anders, natürlich null originell und ein wenig bleibt natürlich ein schaler Beigeschmack, aber ich wäre glücklich gewesen, hätten Judas Priest anstelle von «Jugulator» oder «Demolition» damals dieses Werk veröffentlicht.

Auch wenn die Reihenfolge der Songs sehr unglücklich gewählt ist (weil die schnellsten Songs gleich am Anfang folgen…) bleibt «The Sinner Rides Again» ein unterhaltsames und starkes Album.


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