1. Fallen From Grace
Die
griechischen Death Doomer sind eine feste Institution, existieren sie doch
bereits seit 1995 und verfügen über eine beachtliche Diskografie. Das
selbstbetitelte Werk ist das 10. Album, bietet sechs meist überlange Songs und
zeigt eine gefestigte Band, die weiss was zu tun ist und die ein gewisses Mass an
Qualität nicht unterschreitet.
Irgendwie
fallen einem natürlich sofort Bands wie My Dying Bride oder Anathema ein, wenn
man der Musik zuhört, allerdings sind On Thorns I Lay Doom mit knallharten
Death Passagen deutlich härter unterwegs sind. Die Stärken der Griechen
entfachen sich aber schon, wenn sie wie zähflüssige Lava, ihren schwermütigen
Riffs freien Lauf lassen. Driftet man in den härteren, schnelleren Death Metal ab,
wird es eher durchschnittlich. Den Auftakt macht «Fallen From Grace», ein
schwerer Stampfer mit eindringlichen Riffs und einer melancholischen
Grundstimmung. «Newborn Skies» ist der kürzeste Song, startet eher ruhig, bevor
Keyboards für eine bedrückende Stimmung sorgen. Auch der Mittelpunkt der
Scheibe «Among The Wolves» ist hörenswert und glänzt durch seine düstere
Atmosphäre.
Das
neuste Werk ist also eine gelungene Angelegenheit, dem einzig ein wirklicher
Knaller fehlt, aber dafür in sich stimmig ist.


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