Savage
machen meinen persönlichen Dying Victims Label-Hattrick (nach den Scheiben von Fukkin’
Vengeance und Farscape) diesen Monat perfekt. Die Band aus Bayern hat sich 2019
gegründet und veröffentlicht nun ihr Debütalbum. Weshalb man sich in Zeiten des
Internet und der Möglichkeit der Recherchen einen solchen Namen auswählt ist
zumindest fragwürdig, schliesslich ist die britische Band Savage, die 1983 mit «Loose
‘n Lethal» einen kleinen Klassiker veröffentlicht hat, immer noch aktiv.
Savage’s
Einflüsse sind vielfältig und reichen von W.A.S.P., Lizzy Borden, Halloween bis
Mötley Crüe. Stilistisch irgendwo zwischen altem US-Metal und NWOBHM präsentieren
Savage acht Songs mit einer eher minimalistischen Produktion, welche definitiv
Luft nach Oben hat. Die Songs selber machen Laune und tauchen tief in die Achtziger,
egal ob beim Opener «Carcass On Your Shoulders», beim starken «Make My Day» oder
bei der Up-Tempo Nummer «Master Bator». Was der Scheibe fehlt, sind die ganz grossen
Momente, aber für ein Debütalbum machen die Bayern ihre Sache mehr als
ordentlich. Die Gitarren braten ordentlich, das Schlagzeug macht Druck und Sänger
Pawel Nekovic hat eine ordentliche Röhre.
Savage
sind ein weiterer Kandidat für Festivals wie Keep It True, Ironfest oder das Trveheim,
weshalb Fans solcher Veranstaltungen der Band ein Ohr leihen sollten. Ach ja,
das Artwork ist dermassen schlecht, dass es schon was Kultiges hat und an Bands
wie Heavy Load, Battleaxe oder Metalucifer erinnert, was ja auch wieder keine
schlechten Referenzen sind.


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