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Thronehammer - Kingslayer



Release Info: 2023 - Supreme Chaos - Full Length
Band Info: England - 2012 - Doom Metal
Bewertung: 9


Songs

1. Reign Of Steel
2. Kingslayer
3. Sacrosanct Grounds
4. Echoes Of Forgotten Battles
5. Shieldbreaker
6. Mortal Spheres
7. Triumphant Emperor
8. Halyon Days Of Yore
9. Ascension

Wie es der Zufall so will, bin ich auf Thronehammer erst vor ein paar Wochen gestossen, als ich diesen Namen als Tipp an einem Konzert erhalten habe. Nach ersten Hörproben habe ich sofort das 2021er Album «Incantation Rites» zugelegt, welches mich förmlich weggeblasen hat. Nun erscheint also der insgesamt dritte Dreher namens «Kingslayer», welches mit weit über 70 Minuten Musik jede Menge Gegenwert für euer sauer verdientes Geld bietet.

Episch, düster, melancholisch, bretthart und mit grandiosen Riffs ausgestattet, bietet «Kingslayer» ein Monument von einem Doom Album. Das liegt zu grössten Teilen an dem grandiosen Gitarrenduo Tim Hammersmith und Stuart West. Die beiden schütteln ein Killerriff nach dem Anderen aus den Ärmeln, als gebe es nichts einfacheres. Daneben glänzt Sängerin Kat Shevil Gillham mit einer fast schon unverschämten Selbstverständlichkeit, die verschiedenen Facetten von orchestralem Gesang bis hin zu fiesen Growls in geradezu genialer Art und Weise zu interpretieren. Dass Kat einmal als Mann geboren wurde, hört man der Stimme übrigens noch an, ist aber ein weiteres wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Engländer. Wobei England nicht ganz korrekt ist, da mit Markus Ströhlein und Uwe Void auch zwei deutsche Mitglieder zu Thronehammer gehören. Einzelne Songs hervorzuheben ist schwierig, da «Kingslayer» ein epochales Statement in Sachen Doom Metal darstellt, welches als Gesamtkunstwerk betrachtet werden sollte. Stellt euch einfach die epischen Hymnen von Bathory treffen auf die Schwere von My Dying Bride und die Atmosphäre von Paradise Lost. Dazu gibt es auch jede Menge Einflüsse von klassischem Metal der Marke Grand Magus oder auch Sorcerer. Wenn ihr euch ein Bild machen wollt, stehen mit den Singleauskopplungen «Kingslayer» und «Shieldbreaker» auf Youtube zwei Songs zur Verfügung. Doch Vorsicht, ein Kauf des Albums dürfte nach Hören der beiden Singles vorprogrammiert sein.

Auch wenn ich der Meinung bin, dass das Logo der Band etwas in die Irre führt und Blindkäufer eher eine Death/Grindcore Scheibe erwarten könnten, ist das schwarz-weiss gehaltene Artwork ein Abbild der Musik. Es passiert viel, verschiedene Einflüsse und Wendungen prägen das Bild und trotzdem ist das Endergebnis ein in sich stimmiges Gesamtkunstwerk, welches den Titel «Doom Album des Jahres» wohl in vielen Medien absahnen wird. Doom Metal Anhänger werden diesen Monat mit Thronehammer und Sorcerer in allerhöchster Qualität verwöhnt.


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