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Diamond Head - Death And Progress



Release Info: 1993 - Essential - Full Length
Band Info: England - 1976 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs

1. Starcrossed (Lovers Of The Night)
2. Truckin'
3. Calling Your Name (The Light)
4. I Can't Help Myself
5. Paradise
6. Dust
7. Run
8. Wild On The Streets
9. Damnation Street
10. Home

Den klassischen NWOBHM sound hatten Diamond Head ja bereits mit dem grandiosen "Canterbury" Album ad acta gelegt. Mit der Popularität der Anfangstage war es mit dem etwas abrupt vollzogenen (aber in der Retrospektive absolut logischen) Stilwechsel daraufhin aber so schnell vorbei, dass sich die Band bald darauf auflöste. 1993 war die Zeit reif, nicht zuletzt aufgrund der fortwährenden Huldigung Metallicas an Diamond Head, mit einem Plattenvertrag unterm Arm ein Comeback Album aufzunehmen, welches viele Erwartungen weckte aber scheinbar nur wenige erfüllte. "Death And Progress" ist ein tolles, vielschichtiges aber auch extrem eingängiges Album, was zur Folge hat, dass man nach dem ersten Hördurchgang leicht glauben mag, die songs erschließten sich bereits in ihrer ganzen Wirkung. Folglich passiert es leicht, dass man als ohnehin übersättigter Musikkonsument das Album als unspektakulären, gar biederen Mainstream Heavy Rock abtut. Es mag daher ein gutes Dutzend Hördurchläufe brauchen, bis man die beeindruckende, ja umwerfende Musikalität des songwritings erkennt und dann auch die geniale Eleganz von Brian Tatlers Gitarrenkunst oder die Tiefe von Sean Harris' Gesang zu schätzen lernt. Leider erfüllte "Death & Progress" - wie bereits erwähnt - scheinbar nur die allerwenigsten Erwartungen. Weder konnte die Band die verdiente Anerkennung für ein durch die Bank solides, bisweilen gar großartiges Rockalbum finden, da sich keine der möglichen Zielgruppen mehrheitlich für "Death & Progress" interessierte: den Metallern war das Album wahlweise zu lasch, oder stellte enttäuschenderweise keine Rückbesinnung zu den NWOBHM Wurzeln von einst dar, der MTV Alternative Rock Gemeinde dagegen präsentierte sich Diamond Head wohl eher als altbackener Hardrock Act und der gepflegte-Rockmusik-hörer nahm die Band - wenn überhaupt - nur wahr, als irgendeine Rockband unter vielen, etwas härter als Def Leppard etwa, nicht so hip wie Guns 'n Roses und ohne Radiohits wie Aerosmith sie hatten. Dabei sind songs wie "Truckin'", "Calling Your Name (The Light)", "I Can't Help Myself" oder "Run" echte Songperlen, die obendrein einen zeitlosen Charme innehaben. "Paradise" rockt wie die Hölle und mit "Damnation Street" gibt es sogar eine Neueinspielung eines der ersten Diamond Head Tracks überhaupt (hieß in der Originalversion allerdings "I Don't Got"). Nun ja. Wer dem Album eine Chance geben möchte, der kann sich nun die auf Castle/Sanctuary erschienene re-issue zum nice price zulegen. Die Chancen den Silberling auf der Plattenbörse in irgendeiner Ramschkiste für zwei, drei Euro zu finden stehen allerdings auch nicht schlecht. In beiden Fällen ist die Musik auf "Death And Progress" das Geld mehr als wert. (AMAZON)

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