1. The Morrigan
Der
goldene Herbst ist da. Es wird kälter, nebliger und manchmal nass. Aber es wird
auch bunter und eine fast schon melancholisch-schöne Atmosphäre beherrscht die Tage.
Es scheint, als würde der Herbst manche Metalbands zu Höchstleistungen treiben,
denn momentan kann ich fast nur Kaufempfehlungen aussprechen, die «Knaller-Dichte»
ist enorm hoch. Aus dem Nichts tauchen dann auch noch die Finnen von Graven Sin
auf und servieren auf ihrem Debüt eine epische Delikatesse.
Was
Graven Sin auf «Veil Of The Gods» vom Stapel lassen, ist nichts geringeres als
Weltklasse und lässt Fans von jüngeren Bands wie Eternal Champion, Visigoth
oder Megaton Sword genauso im Dreieck springen, wie Anhänger von Sorcerer,
Solitude Aeturnus oder Black Sabbath zu Tony Martin Zeiten. Den Titel «Newcomer
des Jahres» haben Graven Sin mit Ohrwürmern wie dem göttlichen Opener «The
Morrigan», dem schnelleren «From The Shadows» oder dem Stampfer «I Am Samael»
eh schon auf sicher. Ausfälle sucht man auch in der zweiten Hälfte vergebens. «Beyond
Mesopotamia» könnte man sich auch gut auf «Headless Cross» von Black Sabbath
vorstellen, «The Jackal Dog» lässt einen mit seinem orientalischen Touch nicht
kalt und der Schlusspunkt «As The Erinyes Emerge» ist wieder ein atmosphärischer
Stampfer, der sich als perfekter Soundtrack dieser Jahreszeit entpuppt.


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