1. Il Diavolo In Me
KATAKLYSM haben es geschafft. War man schon auf den frühen Veröffentlichungen nie ganz abgeneigt, melodische Elemente in die Musik mit einzubeziehen, gelingt der Band auf „Epic (The Poetry Of War)“ zum ersten Mal das Kunststück, ihren Hyperblast Death Metal mit richtig geilen Melodien zu verknüpfen. Manch ein Fan der ersten Tage mag angesichts dieser Tatsache und nachdem er ein Blick auf das Label geworfen hat laut „KOMMERZ !“ schreien. Mir hingegen geht das zwei Kilometer am Arsch vorbei, denn das neue Album ist durch und durch ein Meisterwerk. Die Musiker waren ja schon immer fit an ihren Instrumenten, aber was hier abgezogen wird, lässt einem schon die Kinnlade auf den Boden klappen… man lausche nur mal dem übermenschlichen Drumming, der Wahnsinn ! Die restliche Instrumentalisierung steht dem in nichts nach. Doch was nützen einem die besten technischen Fähigkeiten, wenn man nicht in der Lage ist, vernünftige Songs zu schreiben. Und genau in diesem Punkt haben sich KATAKLYSM im Vergleich zu ihren ersten Alben mächtig gesteigert, denn wo die Musik früher stellenweise etwas konfus erschien, wird aufgrund der melodischereren Ausrichtung nun erstmals ein roter Faden in das Spiel der Kanadier gebracht. Sinnlose Stellen gibt es nicht mehr. Die Band spielt nun durchweg songdienlich und hält es nicht mehr für nötig, sich auf Kosten der Nachvollziehbarkeit durch unnötige musikalische Eskapaden zu profilieren. Das Ergebnis ist ein Longplayer, den man auch zum hundertsten Mal mit Freude und ohne Abnutzungserscheinungen komplett durchhören kann. Mit einem Wort: Perfekt. Und für Perfekt gibt es 10 Punkte.(METAL.DE 10 / 10)


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