Ihr
habt noch nie von Nimrod gehört? Da ergeht es euch nicht anders als mir, denn
die Chilenen waren mir bisher kein Begriff, obschon die Band bereits seit 1985
existiert. Allerdings haben Nimrod von 1991 bis 2007 pausiert und nach dem
Debüt 2008 lange pausiert. Seit 2017 ist man wieder aktiv und «Legacy Of The
Dead» ist der dritte Longplayer der Bandgeschichte.
Musikalisch verknüpft man klassischen Metal, US-Power und Thrash zu einem explosiven Gemisch welches durchaus überzeugen kann. Man spielt gerne mit dem Tempo und baut auch gerne mörderische Groove Parts ein, Highspeed Attacken sind aber eher weniger zu finden. Sänger Gary Wayne erinnert dabei an eine Kreuzung aus Bobby Blitz und UDO, rotzt dementsprechend dreckig ins Mikro, was der tendenziell melodiösen Ausrichtung die nötige Härte gibt. Songs wie «Kingdom Of Corruption», «Strike To Kill» oder «March Of The Damned» machen Spass und unterstreichen die Ambitionen der Band. Mit Merciless Death von Dark Angel und Neon Knights von Black Sabbath gibt es zum Schluss zwei Coverversionen, wobei bei Letzterem Ronnie Romero als Gastsänger eine gewohnt gute Figur abgibt. Auch wenn es keinen Totalausfall zu beklagen gibt, mit «Prayers», «Conspiracy» oder «Sky Ritual» hat sich auch der eine oder andere Füller eingeschlichen.


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