1. Victory
Neben
Schweden, Finnland und Italien würde ich natürlich auch Deutschland zu den
wichtigsten Ländern in Sachen europäischem Power Metal zählen. Mit Rigorious
meldet sich nun eine weitere Band aus Nord-Rhein Westfalen um ein Stück vom
Kuchen abzubekommen. Erst 2021 gegründet, ist nun der Erstling «Night Of Retribution»
erhältlich.
Auch
wenn der Power Metal der Alemannen mächtig Keyboard Unterstützung erfährt,
driftet man erfreulicherweise nicht von einer gewissen Grundhärte ab. Das ist
schon dem Opener «Victory» anzumerken, der Mid-Tempo Song lässt den Gitarren
genug Spielraum und Sänger Lukas Remus überzeugt nicht nur hier mit seinem
imposanten Stimmumfang, meist singt er aber Power Metal untypisch im tiefen Bereich.
Neben «Victory» gibt es aber noch mehr starke Momente. Das hymnische «Iron
Wings», das episch anmutende «Brothers Arise», welches mit mächtigen Chören
punktet oder das mit harschem Gesang auftrumpfende «Behind The Curtains».
Rigorious
starten ihre Karriere mit einem durchwegs guten Album, fraglich ist freilich ob
ordentlich heute noch reicht um auf sich aufmerksam zu machen. Zu gönnen wäre
es Rigorious, denn das von Chris Boltendahl (Grave Digger) produzierte Werk ist
definitiv zu schade als Lagerhüter. Wer Bands wie Sabaton, Beast In Black oder
Orden Ogan zu seinen Favoriten zählt sollte sich hier angesprochen fühlen.


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