1. Memories Alberti Dureri
Die
Österreicher Serenity melden sich mit ihrem auch schon achten Album zurück und
versuchen den Erfolg des Vorgängers «The Last Knight» (Platz 25 der deutschen
Charts) zu toppen. Diesmal hat man sich als Thema den deutschen Maler Albrecht
Dürer ausgesucht. Musikalisch bleibt man sich weitestgehend treu, den Käufer erwartet
also wieder progressiver und symphonischer Power Metal.
Nun
ist es ja so, dass ich kein grosser Anhänger von Progressive Metal bin, aber es
gibt auch Ausnahmen wie zum Beispiel Thaurorod, Kamelot oder eben Serenity.
Letztere sind ja mitunter für ihre orchestralen Bombast Arrangements bekannt und
holen mich damit schnell ab. Mit dem Opener «The Fall Of Man» mit Gastsänger
Roy Khan klappt das leider noch nicht, was sich aber mit «Ritter, Tod und Teufel»
schnell ändert. Der deutsche Titel täuscht etwas, beschränkt sich die heimische
Sprache doch nur auf den Refrain, welcher sich schnell im Ohr festsetzt. «Soldiers
Under The Cross» ist eine nette Halbballade, ehe das Herzstück des Albums mit
dem über achtminütigen «Reflections (Of AD)» mit starken Chören glänzt. Sänger Georg
Neuhauser (der ja auch bei Warkings singt) ist erneut eine Bank, was er in
diesem Song eindrucksvoll unter Beweis stellt. Es lässt sich aber relativ
schnell feststellen, dass die Hitdichte geringer als noch auf «The Last Knight»
ist.
Serenity
haben die Messlatte mit den beiden letzten Alben hochgelegt und können diese
mit «Nemesis AD» auch nicht überspringen, was aber nicht heissen soll, dass wir
es hier mit einem schlechten Album zu tun haben. Serenity Fans werden hier kaum
enttäuscht sein, denn auch «Nemesis AD» hat alle Trademarks der Band mit an Bord.


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