1. Triumph And Devotion
Wenn
ihr mit Power Metal und Dudelsack nichts anfangen könnt, dann dürft ihr jetzt
einen Kaffee trinken oder eine andere Plattenkritik lesen. Das schottische
Nationalinstrument nimmt bei Skiltron nämlich eine zentrale Rolle ein. Der Rest
sollte aber aufpassen, denn die ursprünglich in Argentinien gegründete und
mittlerweile in Finnland domizilierte Band Skiltron verlangt nach eurer
Aufmerksamkeit. Sie tut das mit ihrem sechsten Album «Bruadarach» was so viel
wie Visionär heisst.
Wer
Skiltron bisher schon verfolgt hat, weiss dass die Band auf abgehobene Experimente
verzichtet und ihren Sound höchstens punktuell auffrischt. Nach dem Intro geht
es denn auch direkt mit dem Opener «As We Fight» los, welcher durch den
Dudelsack und starkem Refrain die Trademarks der Band unterstreicht. Folkiger und
ruhiger ist «The Battle Is My Own», der vielleicht eher in die Mitte der Scheibe
gepasst hätte. «Where The Heart Is» zieht das Tempo wieder an und erinnert durchaus
an eine gewisse Piratenband aus Deutschland. Ein weiteres Highlight findet man
etwas später mit «I Am What I Am», das den Power Metal Anteil durch 80er
Stadionrock Sound ersetzt und trotzdem wunderbar funktioniert. Nach dem zweiten
ruhigen Song «A Treasure Beyond Imagination» folgt mit der Up-Temp Hymne «Rob Roy»
noch einmal ein wahrer Knaller, der durch Doublebass, Mitgröhlrefrain und
packende Riffs glänzt.


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