1. The Invitation
Terromania
aus Finnland lassen sich kaum in eine Genre Schublade stecken und präsentieren
auf ihrem Debütalbum einen ziemlich wilden Mix aus Melodic Death, Power Metal,
Gothic und Industrial. Als Inspiration nennt die Band Ghost, Avatar, Devin
Townsend, Strapping Young Lad und Lordi.
Tatsächlich
sind diese Querverweise nicht von der Hand zu weisen und Terromania nehmen den Hörer
auf eine elf Song dauernde Reise mit modernen Riffs, Gothic Elementen und atmosphärischen
Parts. Das tönt alles etwas seltsam, aber die Finnen verpacken das alles recht
songdienlich, schaffen es aber auch nicht im Ohr zu bleiben. Songs wie «Disturbingly
Beautiful» oder «The Pain Makes You Feel Alive» lassen durchaus einen Vergleich
mit Lordi zu, ohne aber nur annähernd die Eingängigkeit der Monster Rocker zu erreichen.
Da liegt die Krux des Albums, weil die Finnen zwar in der Lage sind starke «Aha-Momente»
zu kreieren, aber die vielen Einflüsse ein paar Songs den Drive raubt.
Die
blutjunge Suomi-Truppe ist technisch hervorragend geschult, wollen aber offensichtlich
etwas zu viel. Gelingt es Terromania auf dem nächsten Album an der Eingängigkeit
zu schrauben, könnte auch Grosses gelingen. «Nyctophobic» ist ein solides Debütwerk,
das auf Dauer aber auch etwas ermüdend ist.


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