Fröhliche Schrei!nachten! Unter diesem
Motto stand die Tour der Reiter und es markierte ausserdem den Schlusspunkt
unter die Konzertaktivitäten im Z7, welches uns ja zum Glück noch erhalten bleibt.
Auf jeden Fall schienen eine Menge Leute noch Lust auf eine ordentliche Prise
Metal zu haben und so war die Konzertfabrik gut gefüllt, aber so dass man sich doch
noch gut bewegen konnte. Imposant war der Merchandise Stand, der in dieser
Grösse und der Menge an vollgestopften Kartons sonst eher in grösseren
Locations vorkommt.
Dominum
Der
Opener Dominum überraschte schon mal mit einem grossen Backdrop und der Tatsache,
dass sie die ganze Bühne zur Verfügung hatten. Da das Debütalbum der deutschen
Zombie-Metaller um Felix Heldt (bisher als Produzent für Visions Of Atlantis oder
d’Artagnan in Erscheinung getreten) erst zwei Tage später erschien, war man mit
dem Songmaterial nicht vertraut. Die Erwartungen waren also nicht besonders hoch,
aber Dominum legten eine beindruckende Performance ab, obwohl ich in diesem
Package nicht unbedingt eine Power Metal Band erwartet habe. Aber Felix und
seine Metalzombies machen schon sehr viel richtig. Supereingängige Refrains, knallige
Riffs und auch optisch ist etwas los. Stilistisch schimmern immer mal wieder
Avantasia, Sabaton oder Lordi durch, aber auch eine Glam Nummer wie «Danger
Danger» hat man im Gepäck. Daneben glänzte man mit Ohrschmeichlern wie «Frankenstein»,
«We All Taste The Same» oder «Hey Living People». Ein überzeugender Auftritt
und zum Glück konnte man die CD bereits am Merchandise Stand erwerben. Power
Metal Fans sollten Dominum ab sofort auf dem Radar haben.
Setlist: «Immortalis Dominus» - «Danger Danger» - «Half Alive» - «Frankenstein» - «Hey Living People» - «You Spin Me Round (Like A Record)» - «We All Taste The Same» - «Patient Zero»
Equilibrium
Die
grosse Frage die sich die meisten stellten: «Wie schlägt sich der neue Sänger
Fabian Getto?». Auch wenn Vorgänger Robse ja kein Gründungsmitglied war, fand ich
die Nachricht vom Sängerwechsel sehr bedauerlich. Die erste Single «Shelter»
liess meine Vorfreude auch nicht ins Unermessliche steigen, denn Equilibrium
scheinen sich immer mehr in Richtung Metalcore zu verabschieden. Aber natürlich
war ich trotzdem auf den Auftritt gespannt und in der Tat legte die Band
energetisch los. Neusänger Fabian ist eine Rampensau vor dem Herrn und stand kaum
einmal still und auch der Rest schien richtig Bock auf die Tour zu haben. Klar
waren Hits wie «Born To Be Epic», «Blut Im Auge», «Revolution» oder «Apokalypse»
an Bord und sorgten für Stimmung. Equilibrium lieferten einen guten Auftritt
hin, konnten mich persönlich aber nicht abholen. Mir fehlt das Charisma von
Robse auf der Bühne und stimmlich ist mir der Nachfolger zu fest im Death/Metalcore
verankert. Trotzdem bin ich gespannt wohin die Reise mit den auch schon über 20
Jahre musizierenden Institution noch geht.
Setlist:
- «Shelter» - «Renegades: A Lost Generation» - «Rise Again» - «Tornado» - «Prey»
- «Born To Be Epic» - «Heimat» - «Revolution» - «Cerulean Skies» - «Blut Im
Auge» - «Apokalypse»
Die Apokalyptischen Reiter
Dann
war es Zeit für die Reiter und praktisch mit dem ersten Ton von «Friede Sei Mit
Dir» war das Z7 in Hand der Band. Natürlich ist die Meute ausgehungert, denn
der letzte Besuch von Sänger Fuchs und Co. liegt auch schon sechs Jahre zurück.
Wäre jemand das erste Mal an einem Metal Konzert, es wäre wohl so wie er es
sich vorgestellt hätte. Selbstverständlich wurde die Dezibel Anzeige von Fuchs als
Anheizer gebraucht, eine T-Shirt Kanone wurde bei «Die Sonne scheint» ins
Publikum gefeuert, eine Wall Of Death wurde zelebriert und bei «Nach der Ebbe»
durfte eine Besucherin mit einem Gummiboot über das Publikum gleiten. Vor «Auf
und Nieder» durfte sich das Publikum setzen um sich dann beim Refrain in ein
hüpfendes Meer zu verwandeln. Neben den erwähnten Songs waren natürlich «Es
Wird Schlimmer», «Revolution» und «Wir Reiten» weitere Granaten einer feinen
Setlist. So verflog die Zeit wie im Flug und mit «Reitermania» wurde das Jahr
2023 für mich konzerttechnisch mit einem Paukenschlag beendet. Die Apokalyptischen
Reiter haben für mächtig Laune gesorgt.
Setlist:
«Intro» - «Friede Sei Mit Dir» - «Es Wird Schlimmer» - «Herz In Flammen» - «Revolution»
- «Riders On The Storm» - «Drum Solo» - «Die Sonne Scheint» - «Auf Und Nieder»
- «Du Kleiner Wicht» - «Vom Ende Der Welt» - «Volle Kraft» - «Wir Reiten» - «Erhelle
Meine Seele» - «Wilde Kinder» - «Seemann» - «Nach Der Ebbe» - «We Will Never
Die» - «Reitermania»
Dominum
Equilibrium

























































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen