1. Acid Bath Vampire
2. You're Dying To Be With Me
3. Fatal Foot Fetish
4. The Hillside Strangles
5. Dothea's Dead Folks Home
6. The Iceman
7. Poison
8. Werewolf Of Bedburg
9. Morbid Minister
10. The Wüstenfeld Man Eater
11. Diary Of Torture
12. Jack The Ripper
13. Fritz Haarmann Der Metzger
Macabre sind mit einem Album zurück, welches mit „Murder Metal“ kaum passender betitelt hätte werden können. Und genau darum dreht es sich erwartungsgemäß auch. Natürlich ist die Symbiose aus Metal und der Mord & Totschlag-Thematik (auch dank Macabre’s eigenem Wirken seit den späten 80ern) ein häufig verwendetes Motiv in Metalkreisen, sei es nun zur Gewaltverherrlichung oder als Schock-Effekt. Macabre sind allerdings weiterhin ziemlich eigen in ihrer zynisch-humorigen Art die morbiden Taten von Massenmördern in die Texte einfließen zu lassen. Auf „Murder Metal“ hat sich die Band vom „Dahmer“-Konzept abgewandt und sich wieder, ähnlich dem „Sinister Slaughter“-Album, mehreren unterschiedlichen Figuren des blutigen Schaffens gewidmet (unter anderem dem Hannöverschen Landsmann Fritz Haarmann). Musikalisch wurde dies verpackt im gewohnten Macabre-Stil: vom technisch-präzisen Spiel der Akteure dominierter Uptempo Death/Thrash, dem eine gehörige Portion Punk-Rotz beigemischt wurde. Die Songs stecken voller Überraschungen, komplexer Riffs und skurriler Einfälle, wie zum Beispiel dem Gebrauch von kindlich anmutenden Melodien inmitten harschem Doublebass-Geratters (man höre sich mal den deutschsprachigen Refrain des Album-Highlights „Fritz Haarman Der Metzger“ an, Knüller!). An Nefarious heiseren Vocals mögen sich die Geister scheiden, genauso wie am bizarren Humorverständnis Macabre’s. Jedoch die technische Finesse, das unglaublich tighte Zusammenspiel und auch die Originalität und stilistische Eigenständigkeit dieses Trios dürfte unbestritten sein. An diesen Kategorien gemessen dürften Macabre mit „Murder Metal“ ihre Fans jedenfalls nicht enttäuschen, zumal auch die soundtechnische Umsetzung des Produzenten Neil Kernon (welcher sich auch schon für den Sound des Vorgänger-Albums „Dahmer“ verantwortlich zeichnete) seinen Teil dazu beiträgt, dass das neue Album erneut mit gewohnten Trademarks und Eigenarten glänzen kann. Es bleibt am Ende wie so häufig eine Frage des Geschmacks. Ich für meinen Teil, bin zwar nicht aus den Socken gehauen worden, aber die Kurzweiligkeit dieses Albums ist zweifelsohne ansteckend. (METAL.DE 7 / 10)


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