Das hat aber lang gedauert, bis sich der belgische Songwriter und Multi-Instrumentalist Kurt Vereecke zu einem dritten Album durchgerungen hat. Die Melodicband FROZEN RAIN entstand bereits 2008 und sorgte mit ihrem Debüt durchaus für Furore, waren doch Koryphäen wie Tommy Denander, Steve Newman und Daniel Flores beteiligt. Auch der Nachfolger („Ahead Of Time“ 2012) war trotz Wechsel am Sängerposten (Carsten Lizard Schultz ersetzte Johan Waem) ähnlich erfolgreich. In den folgenden Jahren war es eher ruhig um Vereecke. Nun probiert er es wieder mit leicht veränderter Mannschaft: Das Mikro übernimmt Lars Edvall (A.k.a Lawrence Short, Singer, Songwriter und Multi-Instrumentalist bei „Beatlife“), Jens Ambrosch als erster Gitarrist ist neu, Bruder Hans Vereecke und Jurgen Vitrier sind wieder mit dabei. Auf der interessanten Gästeliste stehen unter anderen Roy Nichol von der kanadischen Rocklegende APRIL WINE und Roger Ljunggren (T'BELL, PAL, NIVA, OXYGENE). Die musikalische Ausrichtung hat sich wenig geändert: AOR/Melodic Rock in der typischen 80er Jahre- und Westcoast- Prägung mit sehr viel Melodie und Harmonie, eingängigen Refrains, zündenden Hooks, getragen von kraftvollen Vocals und prägnanter Keyboard- und Gitarrenuntermalung. Mit einem Wort, zeitlos schöne Musik. Die Songs bewegen sich meist im genretypischen Midtempo-Bereich, eine Halbballade und eine kitschig – süße Ballade („More Than A Friend“) runden das positive Gesamtbild ab. Vergleiche kann man mit vielen Bands aus der (skandinavischen) Melodicgarde ziehen: BAD HABIT, WORK OF ART, AGE OF REFLECTION, CARE OF NIGHT, ALYSON AVENUE, PRIDE OF LION…, daher kann ich „One Mile From Heartsville“ auf jeden Fall allen Melodicfreunden ans Herz legen. (STORMBRINGER 4.5 / 5)
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