1. Live, Suffer, Die
2. Sin
3. Cold Steel
4. Betrayal
5. Radiation Sickness
6. Hang The Pope
7. After The Holocaust
8. Mr. Softee Theme
9. Stranded In Hell
10. Nuclear War
11. My America
12. Vengeance
13. Brain Death
Bassist (und Mitbegründer) Dan Lilker überließ Anthrax seinem Schicksal und gründete eine weitere Ostküstengruppe, Nuclear Assault, wobei er den Thrax-Roadie John Connelly als Gesang und Gitarre mitnahm. Während Nuclear Assault auf „Game Over“ auf Lilkers Beiträgen zu „ Fistful of Metal“ und „Speak English or Die“ zurückgreift, debütiert ein herrlich hässlicher Thrash-, Crossover- und Speed-Metal-Hybrid voller Humor und 80er-Jahre-Paranoia. Der Großteil der Songs hier sind unkomplizierte und kompromisslose Thrasher. Trotz des Vertrauens auf Schnelligkeit und Einfachheit beim Songwriting hat das Album einiges zu bieten, wo ähnliche Versuche anderer Bands normalerweise scheitern. Angesichts der unwahrscheinlichen Ernennung von Connelly sind seine Pfeifen unvergesslich; bestehend aus gutturalen, aber melodischen Schreien und gemischt mit einer Klarheit, die man nicht erwarten würde. Zweitens: Bis auf das langatmige „Brain Death“ liegt jeder Titel unter der Vier-Minuten-Marke, ohne Gefahr zu laufen, das Material zu überfordern oder zu übertreiben. Die Musikalität ist von hoher Qualität, sie hält die Sache angesichts des durchschnittlichen Tempos relativ eng, und das hektische Solospiel schneidet wie ein Messer. Das Album wird außerdem durch die SOD-artigen Crossover-Sketche „Hang the Pope“ und „My America“, den mittelschnellen Rausschmeißer „Nuclear War“ und das oben erwähnte abschließende Epos „Brain Death“ ordentlich aufgelockert. Oh, und vergessen Sie nicht „Mr. Softee Theme“, dessen Wiedergabe Seite „A“ mit einer frechen Note abschließt. Es gibt nur wenige Fehler; Die Sketche sind amüsant, aber kaum wesentlich, und das ansonsten brillante „After the Holocaust“ bedient sich kurzzeitig der schmerzlich generischen (EGA-Bb) Riff-Sequenz, die sicherlich schon 1986 überstrapaziert wurde. Für austauschbare Textinhalte können Sie ein paar Punkte abziehen; Es gibt nur wenige herausragende Stücke (die einzelne Strophe von „Betrayal“ und die kannibalischen Chirurgen von „Brain Death“), aber thematisch ist das Album im Großen und Ganzen gelungen. Was Debüts im Thrash-Bereich angeht, ist Game Over ein Klassiker: viel Raum für die Band, ihren Sound und ihre Ideen zu entwickeln, aber eine konsistente und unterhaltsame Ergänzung der aufstrebenden Szene. (METAL ARCHIVES)


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