Bewertung: 6
Wenn
auf dem Presseblatt steht, dass «Chimaira» für Fans von Bands wie Slipknot, Jinjer
oder Devildriver sei, dann kann ich meist davon ausgehen, dass mich das nicht
packen wird. Immerhin meint die Band: „Für jeden Metallgeschmack und jede
Metallfarbe ist etwas dabei. Ziel dieses Albums ist es, dass sich Fans aller
Metal-Subgenres irgendwann beim Hören sagen können: ‚Ich mag diesen Beat
wirklich‘.“ Insofern wage ich mich vorsichtig und ohne Erwartungen an das
dritte Album der Band aus Marseille.
Stone
Horns starten mit dem achtminütigen «Grasping The Embers Of Exile» mutig ins
Album. Nach einem langsamen Start nimmt der Song schnell an Fahrt auf und
verbratet tatsächlich alle möglichen Einflüsse von Metalcore, Alternative, Thrash
bis Death Metal. «No Mercy» erinnert dann in manchen Passagen an Machine Head und
«Terra Genesis» ist eher Slipknot-mässig unterwegs. Der zweitletzte Song «In
The Clutches Of Abyss» kann mich dann wieder mehr abholen, auch wenn sich meine
Begeisterung immer noch in Grenzen hält. Ich weiss auch nicht, ob es sinnvoll ist
für jeden Metalhead einen Part zu schreiben, wenn einem der ganze Song dann
doch nicht packt, aber das ist vielleicht auch nur meine exklusive Meinung.
Die
Franzosen haben sicher ein höllisch groovendes Album abgeliefert, sind mir
allerdings zu modern. Dazu kommt, dass mich der cleane Gesang überhaupt nicht begeistert.
Die amtliche Produktion und dass geile Artwork punkten hingegen auf voller Linie.


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