Bewertung: 7,5
Also
nach dem Beachten des Artwork hätte ich hundertprozentig auf eine Death Metal
Kapelle getippt. Aber Abhoria sind auf ihrem zweiten Album klar in den Black
Metal zu schubladisieren. Einzig der Gesang pendelt zwischen den beiden Welten
und sorgt für eine angenehme Abwechslung.
Die
Amerikaner sind auch keine Band die alles plattwalzt, was Ihnen in den Weg
gestellt wird. Sie sind deutlich gemässigter unterwegs und auch packenden
Melodielinien nicht abgeneigt. Etwas speziell ist die Wahl des Openers «Emergence»,
der nicht mal zwei Minuten dauert. Ansonsten pendeln sich die Songs nämlich zwischen
4 ½ und 6 ½ Minuten ein. Abhoria verstehen es dabei ziemlich gut, die Songs
nicht langweilig werden zu lassen und sorgen immer wieder für atmosphärisch
dichte Momente. Eine Ausnahme bildet da «They Hunt A Night» in dem durchgehend
auf’s Tempo gedrückt wird. Technisch sind die Jungs gehobene Klasse und ein
gewisses Niveau wird während der ganzen Spieldauer nicht unterschritten.
Was
hingegen fehlt, sind die Ausreisser nach oben. So bleibt am Schluss ein
solides, gutes Black Metal Album mit einer leichten Affinität zum Death Metal, vor
allem natürlich des Gesangs wegen. Als Anspieltipp würde ich «Devour»
empfehlen, hier höre ich sogar Paradise Lost zu «Gothic» Zeiten heraus.


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