Bewertung: 7
1. Theurgia
Dass
man es hier aber nicht mit einem leicht verdaulichen Werk zu tun hat, dafür
sorgt schon der Opener «Abyssaoth», der nach dem Intro erklingt. Da baut der
gute Mann nämlich kurzerhand eine Jazz Einlage in den ansonsten bombastischen
Song. «Aesahattr» kommt mit weiblichem Klargesang bei mir deutlich besser an,
auch wenn die progressiven Songstrukturen auch wieder nicht so ganz meinen Nerv
treffen. Vielleicht schafft es «Acephale» meine Lauscher zu verwöhnen? Leider
nein, der Song kommt mit ziemlich viel Deathcore um die Ecke. Am besten gefällt
mir das neoklassisch angehauchte «Heptacletus», das auf unnötige Experimente
verzichtet. Ansonsten erinnern mich die Songs mit ihrer mächtigen
Orchestrierung, an die Franzosen von Aephanemer. Im Gegensatz zu dieser
genialen Band sind Thy Shining Curse aber deutlich sperriger.
Das
Album wird seine Fans finden, keine Frage. Man muss sich aber aus seiner
Komfortzone begeben um an den komplexen Arrangements seine Freude zu haben.
Phasenweise trifft Leonidas voll ins Schwarze, nur um Sekunden später dafür zu
sorgen, dass ich mir die Hände vors Gesicht werfe und denke: «Nein,
wiesoooo???». Unter dem Strich also ein interessantes, abwechslungsreiches aber
nicht einfaches Album.


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