1. Rough Edges
Ob
die Warschauer wirklich ein Ausrufezeichen gesetzt haben? 2012 wurde die Band
gegründet und stilistisch dem kauzigen Heavy Metal mit dezenten Thrash und
sogar Black Metal Einflüssen zuzuordnen. Nach einigen Line Up Wechseln ist
Gitarrist und Sänger Galin Soulreaper dabei das einzig verbliebene Gründungsmitglied.
Meine
Beziehung zum kultigen Label ist eine Art Hassliebe. Zum einen schätze ich die
Ausrichtung mit sehr viel klassischem Heavy / Speed Metal sehr, zum anderen musste
ich schon desöfteren die fragwürdigen Produktionen in Frage stellen. Auf die
Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Wie kann man 2024 ein solches Album
veröffentlichen? Das Schlagzeug ist kaum hörbar, der Gesang zu sehr in den
Vordergrund und zu allem Über zieht sich ein übertriebener Hall durch die ganze
Scheibe. Der zweite grosse Streitpunkt ist Sänger Soulreaper, welcher mit
seiner Stimme schnell mal an seine Grenzen stösst. Man höre sich nur das schnelle
«Between The Sides» an, mit einem besseren Shouter wäre das ein echter Banger
geworden. Der Rest der Songs bietet leider auch nicht viel Aufregendes.
Ein
Ausrufezeichen ist «Exclamation Point» auf keinen Fall, ein Fragezeichen wäre
der bessere Titel gewesen. Wie man Old-School Metal zeitgemäss produziert,
zeigen diesen Monat zum Beispiel Ironbound und auch die Labelkollegen Aardvark
sind die bessere Wahl.


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