Das Kofmehl in Solothurn war
Austragungsort von diesem vielversprechenden Package, leider war die Resonanz
eher dürftig. Doch weder die Bands noch die Fans liessen sich entmutigen und
feierten zusammen einen gelungenen Abend. Aufgrund der wenigen Zuschauer wurde
seitens des Veranstalters auf einen Fotograben verzichtet, was die Knipserei
natürlich erschwerte. So kämpften jeweils Anfang der Sets vier Fotografen
zwischen den Fans um einen guten Platz, was nicht ganz einfach war, weil die
ersten drei Reihen fast durchgängig besetzt waren. Da gleich vier Bands am
Start waren, fiel um 19:00 der Startschuss mit den international besetzten…
Catalyst Crime
Die
2017 gegründete Band hat nämlich Mitglieder aus den Vereinigten Staaten, Kanada
und Deutschland an Bord. Was früher noch schwierig war, ist mit der digitalen Vernetzung
heute kein Problem mehr. Das selbst betitelte Debüt erschien bereits 2021 und
die Band werkelt momentan am zweiten Album. Mit «Cursebreaker» wurde auch ein
brandneuer Song vorgestellt, welcher durchaus zu gefallen wusste. Der Song
spielt mit verschieden Tempi und balladeskem Mittelteil mit einem starken Solo.
Aufgrund der modernen Ausrichtung ist ein Vergleich zu Ad Infinitum sicher
nicht falsch. Sängerin Zoe Marie Federoff war dabei erstens glänzend gelaunt
und zweitens verfügt die gute Frau über eine starke Stimme. Songs wie
«Projection Of My Mind», «Condemn To Chaos» oder «Break Even» verfehlten ihre
Wirkung nicht und so dürfte die Band auf der laufenden Tour den einen oder
anderen Fan dazugewonnen haben.
Setlist: «Projection Of My
Mind» - «Cognitive Dissonance» - «Condemn To Chaos» - «Break Even» - «Not Even
Once» - «Cursebreaker »
Metalite
Als
nächstes folgten die Schweden von Metalite. Der Fünfer hat bereits vier Alben veröffentlicht
und hatte dementsprechend genug Material in der Hand, um einen guten
Querschnitt durch das bisherige Schaffen zu präsentieren. Der erste Auftritt überhaupt
in der Schweiz startete dann allerdings mit einer Panne. Das ist halt das Risiko,
wenn man dermassen viele elektronische Spielereien in die Songs integriert wie
Metalite. Die Band nahm’s mit Humor und lieferte dann eine gute Show ab. Das Augenmerk
der acht Songs starken Setliste lag auf dem neusten Werk «Expedition One»
welches vor ein paar Wochen erschienen ist. Als Highlights entpuppten sich «Afterlife»,
«We Bring You The Stars» und das saugeile «Cloud Connected». Insgesamt ein
solider Auftritt, auch wenn die Performance auf der Bühne gerne noch etwas
dynamischer sein dürfte.
Setlist:
«Disciples Of The Stars» - «Far From Sanctuary» - «Cyberdome» - «Cloud Connected»
- «New Generation» - «Blazing Skies» - «Afterlife» - «We Bring You The Stars»
Northtale
Wenn
Stratovarius mal einen neuen Sänger bräuchten, Guilherme Hirose würde perfekt
zu den Finnen passen. Doch momentan schwingt er das Mikro noch für die Truppe
um Bill Hudson (Doro). Die Truppe hat mittlerweile einige Fans, auf jeden Fall waren
doch einige Northtale Shirts und Hoodies im Publikum auszumachen. Letztes Jahr
war man noch im Vorprogramm von Bloodbound im Z7 zu Gast und machte dort einen
soliden Eindruck. Das lässt sich auch von der Darbietung im Kofmehl sagen. Die
Band sorgte für Unterhaltung, auch wenn mir die grossen Refrains nach wie vor fehlen.
Beide bisherigen Alben wurden mit je vier Songs berücksichtigt, wobei sich «Higher»
und «Shape Your Reality» als Highlights entpuppten. Bei Letzterem durfte dann
auch der Gitarrentechniker auf die Bühne, eine nette Geste der Jungs. Northtale
sorgen live für gute Laune und das übertrug sich auch auf das Publikum.
Setlist: «Eternal Flame» -
«Higher» - «Only Human» - «The Land Of Mystic Rites» - «Future Calls» - «Time
To Rise» - «Shape Your Reality» - «Everyone’s A Star»
Leaves’ Eyes
Die
drei Supportbands haben alle performt und es lag nun am Headliner noch einen drauf
zu legen und das gelang Ihnen dann auch spielerisch. Mit «Chain Of The Golden
Horn» legte man schon mal mächtig los. Elina war gesanglich eine Wucht und auch
Alex war der Spass anzusehen. Obschon das Album an diesem Mittwoch noch nicht
erschienen war, gab es gleich vier Songs zu hören. «Hammer Of The Gods» zum
Beispiel folgte nach dem Opener und dürfte sich live zu einem Gassenhauer
entwickeln. Bei «Who Wants To Live Forever» gilt dasselbe Fazit. Doch auch die
bärenstarken Vorgänger des neusten Werkes «Myths Of Fate» kamen zu Ehren.
«Across The Sea», «Sign Of The Dragonhead», «Serpents And Dragons» oder «Swords
In Rock», die Hitdichte war dementsprechend gross und die Stimmung grandios.
Daneben plauderte Alex auch immer mal wieder aus den Nähkästchen, so zum
Beispiel wie es möglich sei, dass auf der Metal Kreuzfahrt 70’000 Tons of Metal
Menschen aus 71 verschiedenen Ländern friedlich ein Fest feiern können und es
so viele nicht auf die Reihe kriegen zusammen zu leben. Vielleicht sollten
Putin und Co. sich mal der härteren Musik widmen! Tja und dann erlebte ein
12jähriger Junge in der ersten Reihe einen ganz besonderen Abend. Alex fragte
ihn ein wenig aus und versprach ihm dann ein Shirt und eine CD. Tatsächlich hielt
der Bandgründer Wort und war nach dem Konzert am Merchandise Stand. Tolle Geste!
Es war ein starker Auftritt, auch wenn ich nur zu gerne «Riders Of The Wind» oder
«To France» gehört hätte. Die beiden Neuen Andre Nasso an der Gitarre und Luc
Gebhardt am Bass fügten sich übrigens nahtlos in die Band ein. Es war also ein mehr
als gelungener Konzertabend, der eigentlich mehr Zuspruch verdient hätte.
Setlist:
«Chain Of The Golden Horn» - «Hammer Of The Gods» - «Across The Sea» -
«Serpents And Dragons» - «Edge Of Steel» - «Who Wants To Live Mobil» - «Dark Love
Empress» - «Sign Of The Dragonhead» - «Realm Of Dark Waves» - «My Destiny» -
«Swords In Rock» - «Hell To Heavens» - «Farewell Proud Man» - «Forged By Fire»
Catalyst Crime
























































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