Bewertung: 8,5
1. The Entourage
Nach
dem ersten Höreindruck der vierten Scheibe dieser finnischen Symphonic Metal
Band ist man erstmal geplättet. Was Lost in Gray hier abliefern ist ein
unfassbar opulentes, bombastisches und stimmiges Gesamtkunstwerk. Natürlich
geistert der Branchenprimus Nightwish immer im Hinterkopf, aber die Band hebt
sich schon durch die zwei Sängerinnen Anne Lill und Emily Leone von den
Landsleuten ab.
Mit
Harri Koskela (Keyboards) ist auch ein Mann am Mikro zu hören, was wiederum an
Visions Of Atlantis erinnert. «The Entourage» und «The Bottomless Pit» sind beides
Klasse Songs, welche das songwriterische Können der Band widerspiegelt. Während
die erste Hälfte fast ausschliesslich theatralischen Bombast Symphonic Metal
bietet und an grosse Hollywood Epen erinnert, überrascht man gegen den Schluss
mit der Interpretierung des schwedischen Volksliedes «Vem Kann Segla Förutan
Vind», welches ihren Ursprung wohl in den Aland Inseln (zwischen Schweden und
Finnland) hat. Mit der folkigen Ballade «Hailuoto» drosselt man das Tempo, ehe
der Titelrack locker die Zehnminutenmarke knackt und nochmal alle Trademarks in
einen Topf wirft.


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