1. Shining In The Light
2. When The World Was Young
3. Upon A Golden Horse
4. Blue Train
5. Please Read The Letter
6. Most High
7. Walking Into Clarksdale
8. Burning Up
9. When I Was A Child
10. House Of Love
11. Sons Of Freedom
Vom bisher einzigen gemeinsamen Studioalbum von Jimmy Page und Robert Plant außerhalb von Led Zeppelin kannte ich bis heute nur drei Lieder. Und das, obwohl es in diesem Jahr auch schon zwanzig Jahre alt wird. Warum auch immer habe ich es seinerzeit einfach versäumt, mich näher mit diesem Album zu beschäftigen. Nachdem ich mir kürzlich das etwas ältere Live-Album „No Quarter“ der beiden auf DVD angesehen hatte und vom Zusammenspiel der Musikgiganten wieder einmal total begeistert war, habe ich den Mangel endlich behoben. Gerade habe ich mir in Ruhe „Walking into Clarksdale“ angehört. Was soll ich sagen? LED ZEPPELIN LEBT! Das Album ist einfach großartig. So oder so ähnlich hätte sich ein Original-Led Zeppelin-Album knapp zwanzig Jahre nach der Auflösung wohl angehört. Und das ist richtig gut! Die Hardrock-Orientierung in Kombination mit Blues und teilweise orientalischen Elementen beherrscht wohl niemand besser als Led Zeppelin bzw. Page/Plant. Die beiden verstehen es, eine Spannung aufzubauen, teilweise einer von Page produzierten Kakophonie die ruhige, emotionale Stimme von Plant gegenüberzustellen, so dass in Summe eine spannungsgeladene Harmonie entsteht. Ich glaube, das ist auch das prägende Merkmal der Musik von Led Zeppelin. Und die Musik versprüht eine Power, die einfach mitreißt. Stücke wie „Most High“, „House of Love“ oder auch das Titelstück können einen nach meinem Verständnis einfach nicht unberührt lassen. Jimmy Page würde gerne wieder unter dem Namen „Led Zeppelin“ weitermachen. Ich denke, der Antrieb dafür sind nicht die aberwitzigen finanziellen Angebote in dreistelliger Millionenhöhe, die vorliegen; für ihn ist Led Zeppelin einfach Lebensinhalt. Robert Plant lehnt das seit Jahren ab. Er möchte sich künstlerisch ohne den Druck des Namens entwickeln. Anlässlich seines 70. Geburtstages vor wenigen Tagen hat er zum Beispiel gesagt, dass er einfach nicht mehr in Stadien auftreten mag, sondern kleinere Kulissen mit Kontakt zum Publikum bevorzugt. Aber das Wichtigste ist, glaube ich, dass es Led Zeppelin für ihn seit dem Tod von John Bonham nicht mehr geben kann. Ich denke, das muss man respektieren. Allerdings spräche ja nichts gegen eine erneute Kollaboration Page/Plant. Und die würde ich mir sehr wünschen! (AMAZON)


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