Bewertung: 10
1. Pro Xristou
«Pro
Xristou» steht im Griechischen für «Vor Christus» und ist ebenso der Titel des
neusten Albums der griechischen Legende. Es widmet sich den letzten heidnischen
Königen, die sich dem Ansturm des Christentums und der Bewahrung der alten Werte
widersetzten. Musikalisch setzt man den Kurs des letzten Albums «The Heretics»
fort. Ähnlich wie Borknagar setzen Rotting Christ anno 2024 mehr denn je auf
epische, mächtige und ausufernde Songs. Die Black Metal Wurzeln sind noch zu
hören, werden aber nur noch sporadisch an die Oberfläche gespült.
Nach
dem Intro eröffnet «The Apostate» die Scheibe und erinnert am Anfang etwas an «In
The Name Of God» vom letzten Album. Donnernde Drums und sakrale Chöre machen
den Song zum Ohrwurm. Die Singleauskopplung «Like Father, Like Son» glänzt
durch eine unfassbare Melodie und einer rührenden Geschichte. Schaut euch das
Video an und lasst euch eine Gänsehaut verpassen. «The Sixth Day» ist etwas härter,
aber nicht minder ergreiffend. Was die Gebrüder Tolis hier veranstalten ist
kaum in Worte zu treffen. «La Lettera Del Diavolo» zieht das Tempo an und sorgt
für Abwechslung. Das Niveau wird bis zum abschliessenden «Saoirse» gehalten,
welches wieder mit schlicht grandiosen Chören und epischen Melodien glänzt. Es
müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn ich hier nicht vom Album des Jahres spreche.


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