Geschlagene 24 Jahre dauerte es von der Gründung bis zum Debütalbum der Dänen, nun sind nicht mal zwei Jahre ins Land gezogen und schon erblickt das zweite Album «Armageddon Patronage» das Licht der Welt. Es scheint fast so, als hätten Strychnos aus all den Jahren noch jede Menge Material gesammelt.
An der Ausrichung hat sich gegenüber dem Debüt nicht viel geändert. Noch immer sind vor Kälte klirrendn Songs, welche in der Schnittmenge Black und Death Metal unterwegs sind, Trumpf. Allerdings ist man etwas differenzierter und dynamischer im Songwriting, was einer nicht unerheblichen Steigerung gleichkommt. Bestes Beispiel ist «Endless Void Dimension», ein atmosphärisches und melodisches Stück im Doom Gewand, welches ausserdem einen Gastauftritt von Michael Poulsen (Volbeat) bietet. Auch «Choking Salvation» ist deutlich gemässigter unterwegs, während beim Titelsong oder «Stanken Af Dyd» mit Blast Beats und brutalen Riffs eine aggressivere Gangart angeschlagen wird.
Die Dänen etablieren sich so langsam in der Szene und haben mit diesem Album eine Steigerung hingekriegt, welche die Ambitionen untermauert. Die Produktion geht in Ordnung und fängt die gewollte Kälte der acht Songs perfekt ein. Vinylfreunde dürfen sich auch an einem wiederum gelungenen Artwork freuen.


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