Bewertung: 6,5
1. Humus
Also
diese Norweger sind eine spezielle Angelegenheit. 2009 wurde die Band
gegründet, das spielte man noch Hardcore Punk. Später entdeckte man den Black
Metal und mixte diesen mit Punk. Auf ihrer zweiten Langrille sind Vestindien
nun auf experimenteller Reise und präsentieren dem Hörer eine Klangcollage aus
Psychedelic, Prog, Black Metal und Punk. Der Vierer hat sich übrigens nach
einem Bordell in Bergen benannt.
Die
Band macht es also weder sich noch den Fans einfach. «Verdande» ist ein
komplexes Werk, das objektiv gesehen wohl bei einigen Käufern voll einschlagen
wird. Die Songs brauchen mehrere Durchläufe und offenbaren immer wieder neue
Details. Songs wie der Opener «Humus» oder der Titeltrack besitzen darüber
hinaus eingängige Hooklines, aber doch sind es eher die psychedelischen
Synthieklänge welche das Album prägen. Auch wenn die ganze Angelegenheit meinen
Geschmacksnerv nicht trifft: Dieses Album ist faszinierend, gleichzeitig verstörend
und mit einer einzigartigen Atmosphäre versehen. Wer jetzt noch nicht
abgeschreckt ist, darf meiner Bewertung gerne ein bis zwei Punkte dazufügen.


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