Eine der ersten Black Metal Band Brasiliens meldet sich mit ihrem siebten Studioalbum zurück. Von der Urbesetzung sind noch Murmurio (Gitarre) und Scoth Benoth (Gesang) übrig, ergänzt werden sie mit Tenebrae Aarseth an den Drums und Fernando am Bass. Geboten wird eine Mischung aus Heavy, Gothic und Black Metal, der zudem ziemlich rudimentär aus den Boxen schallt.
Wer bisher noch nie was von Amen Corner gehört hat, dem sei gesagt, dass
er zumindest mit diesem Album nichts verpasst hat. Tausend Mal gehörte
Standardriffs, ziemlich stumpf gespielt und mit einer, sagen wir mal
gewöhnungsbedürftigen Stimme intoniert. Fehlenden Enthusiasmus möchte ich den
Brasil-Jungs (und dem Mädel an den Drums) nicht unterstellen, aber das Gebotene
lockt heutzutage wohl niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Dabei startet der
Titeltrack zum Beispiel vielversprechend, aber nach dem Eröffnungsriff verliert
der Song schnell seine Wirkung, ein Schicksal das er mit allen Songs teilt. Lyrisch
wird man sich im gläubigen Brasilien auch keine Freunde machen: «The War Of The
Antichrist», «Written By The Devil» oder «Lucifer, A Suprema Luz De Manha» lauten
die Songtitel eines Albums, das ich wohl nur beinharten Alles-Sammlern
empfehlen kann. Am Schluss bleiben da für mich nicht mehr als 5 Pünktchen
übrig. Mit dem starken Artwork kann man hingegen überzeugen und auch die Produktion
ist in Ordnung, so dass ich noch eine Note rauf gehen kann.


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