1. Darkness Awaits
Hinter dem seltsamen Bandnamen steht ein Duo aus Pisa. Als Kainiten bezeichnet man die Anhänger einer Sekte im 2. Jahrhundert, welche die Sünder Kain, Esau oder Judas verehrten. Das Debütalbum ist ein Konzeptalbum über einen orthodoxen Priester, der gegen seinen Willen in einen Vampir verwandelt wird. Die Songs erzählen dabei die Geschichte des Geistlichen, der einerseits seinen Glauben hat, aber dann eben auch einen unaufhörlichen Blutdurst.
Musikalisch ist man im Melodic Death Metal unterwegs, aber immer wieder sind auch Passagen des klassischen Metal und Gothic zu hören. Grosser Streitpunkt ist dabei Frater Orion (Andrea Falaschi ist auch Drummer bei Deathless Legacy) der mit seinem Gesang durchaus anecken wird. Die gehauchten, ja beinahe flüsternden Growls dürften nicht jedermanns Sache sein und auf Albumlänge ist das in der Tat recht anstrengend. Irgendwie erinnert mich der gute Mann oft an Mono Inc. Frontmann Martin Engler wenn dieser harsch singen würde. Dabei erzeugen Cainites durchaus eine gruselige Atmosphäre die packend ist, wie im Opener «Darkness Awaits» oder beim packenden «Vampire God». Melodien stehen dabei über der Härte und werden durch ordentlich Keyboards untermalt. Die Gitarren braten aber immer noch ordentlich und auch die Drums knallen fett. Die Produktion ist überzeugend und gibt den Instrumenten Raum und sorgt dabei trotzdem für den nötigen Wumms.
Eigentlich haben die Italiener ja nix falsch gemacht, wäre da nicht
dieser Gesang, welcher bei mir ordentlich durchgefallen ist. Aber was dem Einen
nicht gefällt, wird der Andere abfeiern, also hört am besten mal die Single mit
dem dazugehörigen Video auf Youtube an, bevor ihr euer Geld rauswerft.


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