Band Info: Brasilien - 1984 - Thrash Metal Bewertung: 7,5
Songs:
1. The Curse
2. Bestial Devastation
3. Antichrist
4. Necromancer
5. Warriors Of Death
6. Troops Of Doom
In gewisser Weise erinnert mich die Zeit vor Andreas Kisser bei Sepultura an Hellhammer im Vergleich zu Celtic Frost – das heißt, wir haben es mit einer Band zu tun, die versuchte, so düster und hart wie möglich zu klingen und letztendlich viele Extreme-Metal-Bands beeinflusste, die später kamen. Bestial Devastation hat das, was ich gerne als blasphemisches brasilianisches Ding bezeichne – wenn „Antichrist“ nicht wie die Inspirationsquelle für all diese blasphemischen, Ziegen anbetenden Black/Death-Metal-Bands klingt, die Jahre später auftauchten, dann weiß ich nicht, was es sonst sein könnte. Mit diesen schleifenden Riffs und Blastbeats, die gegeneinander prallen, ist es seiner Zeit definitiv voraus. Interessant ist, dass bestimmte mittelschnelle Momente auf dieser EP ziemlich von Celtic Frost inspiriert zu sein scheinen, was man von Sepulturas späteren Werken nicht sagen kann. „Necromancer“ ist bei weitem der groovigste Track, den die Band in den 80ern geschrieben hat, und basiert auf einem riesigen Monstrum von einem Hauptriff, bevor der Track höllisch schnell wird. „Warriors of Death“ liegt irgendwo zwischen Possessed und Celtic Frost, wo Max keinen Refrain hat, auf den er zurückgreifen kann, während der Titeltrack einen jungen Max zeigt, der seine Raserei so sehr anbellt, dass selbst die langsameren Abschnitte am Ende wie totales Chaos klingen. Was mir seltsam vorkommt, ist, dass Bestial Devastation etwas besser klingt als sein Nachfolger. Morbid Visions hatte einen Kreissägen-Gitarrenton, der Hellhammer nicht unähnlich war, aber hier klingen die Gitarren geradezu schwer und, wenn ich das sagen darf, Death-Metal-artig. Ich weiß, dass die Gitarren hier nicht ganz im Einklang sind, aber für mich ist das eher eine unbeabsichtigte Stärke als alles andere. Spätestens wenn man dieses melodische Solo in „Warriors of Death“ hört, ist klar, dass selbst die schönsten Klänge auf Bestial Devastation morbider und durcheinanderer rüberkommen als erwartet. Auch der Gesang ist etwas ganz Besonderes. Das war, bevor Max dieses eindimensionale Geschrei entwickelte oder wie ein angepisster Buschmann klang, wie er es auf Schizophrenia tat . Hier brüllt er mit großer Wirkung wie ein dämonisches Wesen; der Nachhall in seiner Stimme hilft wirklich und anders als bei Morbid Visions klingt er nicht gehetzt, sondern geerdeter. Also ja, Bestial Devastation ist eine großartige EP. Diese alberne Growl-Einleitung ist schon was Besonderes und das Cover-Artwork erinnert mich an die letzte Schlacht auf Yoshis Insel (das SNES-Spiel, falls es jemanden interessiert), aber ansonsten ist das hier wirklich sehr böses Zeug einer einst großartigen Band. (METAL ARCHIVES)
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