1. Neophyte
Seit dem Comeback Album «Nocturnals» sind auch schon wieder sieben Jahre ins Land gezogen. «Netherworlds» ist das fünfte Album der Schweden, welche 1989 eines der ersten Gothic Metal Alben veröffentlicht hat, noch vor Type O Negative. Die Band hat es sich selber nicht einfach gemacht und das in mehreren Punkten.
Zum einen wäre die Wahl des Genres. Der Mix aus Doom und Gothic setzt natürlich starke Leitplanken. Aber auch in Sachen Artwork setzen sich Stillborn in das schon gemachte Nest und wiederholen sich. Wiederholungen gibt es natürlich schon naturgemäss in der Mucke, vor allem der Gesang hat oft ähnliche Melodiebögen, was man von den tiefen, dunklen Gothic Stimmen halt gewohnt ist. Instrumental bietet man aber starken Doom Metal der Marke Candlemass, Black Sabbath oder St. Vitus. Auch wenn man selbstredend das Niveau dieser Grössen nicht erreicht, haben Songs wie das packende, tiefdüstere «Neophyte», das sich tief vor Sabbath verneigende «Katharsis» oder das eindringliche «Motherland» durchaus das Potential um den Appetit der langsamen Fraktion zu stillen.
Stillborn haben auf alle Fälle ein solides Album abgeliefert, mit ein
paar Ausreissern nach Oben. Natürlich ist das kein Meilenstein, aber ein
Fehlkauf ist «Netherworld» auf keinen Fall, weil Stillborn zumindest die ganze
Strasse nutzen.


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