Bewertung: 8,5
1. Stjärnfall
Es ist wieder erstaunlich, wie viele Bands man selbst nach dreissig Jahren intensiven Metalgenuss man noch entdeckt. Letztens am Iron Fest machte mich ein Kumpel auf die genialen Ancient Empire aufmerksam, welche perfekt in mein Beuteschema passen. Die Band hat bereits sechs Alben am Start, umso erstaunlicher, dass mir die Amerikaner bisher durch die Lappen gingen. Was das mit Wormwood zu tun hat? Nun, hier ist der Fall ähnlich gelagert. Ich liebe Atmospheric Black Metal der Marke Belore, SAOR, Summoning oder Ruadh. Obschon Wormwood aus Schweden bereits seit 2014 musizieren und bereits drei Alben veröffentlicht haben, sagte mir der Name rein gar nichts. Umso schöner, wenn man dann förmlich weggeblasen wird!
Album Nummer Vier nennt sich «The Star» und klingt wie oben erwähnte Belore, aber auch Fans von Manegarm, Thyrfing oder Moonsorrow sollten nun aufmerksam lesen. Lyrisch ist man typisch skandinavisch melancholisch und traurig unterwegs, erzählt man doch die Geschichte vom Ableben des ganzen Universums. Musikalisch untermalt wird dies mit melancholischen, manchmal aber auch fröhlichen Melodien, Chören und einer mitreissenden Atmosphäre. Ein perfektes Beispiel präsentiert man mit der Singleauskopplung «Ro». Der Song fängt ruhig und folkig mit Cleargesang an, ehe einem Blastbeats und brutale Growls aus dem träumen reisst. «Stjärnfall» schafft den Spagat zwischen kaltem, nordischen Black Metal, unheilvollen Synthie-Passagen und balladesken Momenten.
Wormwood bringen es mit ihren sieben Songs auf eine Spielzeit von 47
Minuten, die Songs pendeln alle genretypisch zwischen 5 und 10 Minuten. Dabei
kommt nie Langeweile auf, was auch für die Detailliebe des Quintetts aus
Stockholm spricht. «The Star» ist eine wirklich positive Überraschung und lädt
förmlich dazu ein, sich mit dem Backkatalog der Jungs zu beschäftigen.


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