Alphabet

Carpathian Forest - Morbid Fascination Of Death



Release Info: 2001 - Peaceville - Compilation
Band Info: Norwegen - 1992 - Black Metal
Bewertung: 7  


Songs:


1. Fever, Flames And Hell
2. Doomed To Walk The Earth As Slaves Of The Living Dead
3. Morbid Fascination Of Death
4. Through Self-Mutilation
5. Knokkelmann
6. Warlord Of Misantrophy
7. A World Of Bones
8. Carpathian Forest
9. Cold Comfort
10. Speechless
11. Ghoul
12. Nostalgia

Ich habe gelesen, dass Carpathian Forest von den Toten auferstanden sind. Die Jungs mit der schwachsinnigen Affinität zu hässlichen Bildern haben „Morbid Fascination of Death“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts veröffentlicht. Meiner bescheidenen Meinung nach haben die Songs nicht die sehr starke Qualität ihrer späteren Werke. Zugegeben, niemand kann leugnen, dass die Band bereits den Geist des Black Metal inhaliert hatte. Trotzdem ist das hier vorgelegte Album kein Meisterwerk. Ich spreche von einem Album, das das oben genannte Subgenre auf ziemlich zweifelhafte Weise repräsentiert. Eines ist sicher, Carpathian Forest präsentieren nicht die typische norwegische Kunst. Eisige Leads, die „Transylvanian Hunger“ schreien, haben hier keinen Platz gefunden. Selbst die sehr schnellen Songs wie die gleichnamige Bandhymne haben eine mehr oder weniger warme Aura. Während der ersten Hälfte der Platte liefert die Formation nicht Dutzende experimenteller Klänge, aber die Jungs wagen es, in „Through Self-Mutilation“ bei 1:38 Minuten fast bluesig angehauchte Gitarrenlicks einzubauen. Das ist nur ein Gag, die Band ist allerdings auch an düsteren Klängen interessiert, die King Diamond ein sehr willkommenes Gefühl geben könnten. So spuckt etwa die seltsame Konfiguration von „Cold Comfort“ (Klavier und Saxophon erschaffen ein Horrorszenario, das mit dem unheilvollen Leadgesang liiert) stilistische Konventionen aus. Noch bemerkenswerter ist, dass auch der zehnte Track nicht auf vehemente Gitarren setzt. Trotzdem ist das hier kein unverständlicher oder gar humorvoller Black Metal, bei weitem nicht. Die Band fühlt sich einfach frei, die Grenzen des engstirnigen Subgenres von Zeit zu Zeit zu sprengen. Diese Herangehensweise verleiht dem Werk eine besondere Würze, aber um ehrlich zu sein, entsprechen diese Tracks nicht meinem Verständnis des Subgenres. Ganz zu schweigen vom nichtssagenden Schlussstück, das den Hörer über neun Minuten mit einer Art Kaffeehausmusik langweilt. Das ist kein Experiment, sondern reine Zeitverschwendung und das permanente Saxophongeklimper ist einfach nur ätzend. Dass die Band auch atmosphärische Stücke mag, musste übrigens nicht erst bewiesen werden – das typischere und solidere „A World of Bones“ deckt diesen Bereich bereits ab. Solide ist aus meiner Sicht die richtige Bezeichnung für die erste Hälfte von „Morbid Fascination of Death“. Von herausragenden Songs kann ich nicht berichten, denn es gibt keine. „Doomed to Walk the Earth…“ oder „Knokkelmann“ beispielsweise liefern akzeptablen Black Metal-Stoff, nicht mehr und nicht weniger. Die Songs sind weder extrem harsch, noch glänzen sie mit einer großen Anzahl überwältigender oder zumindest einprägsamer Passagen. Da passt es fast perfekt dazu, dass auch die Produktion mehr oder weniger unauffällig ist. Sie leidet nicht unter größeren Mängeln und das war’s. Zusammenfassend tut es mir leid, dass ich nichts Besseres über dieses Album schreiben kann. Trotzdem warte ich gespannt auf das Comeback der kranken Horde.(METAL ARCHIVES)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Popular Posts