Bewertung: 8
1. Das Ende Der Götter
Etwas speziell ist der Veröffentlichungstermin der fünften Studioscheibe von Asenblut ja schon. Immerhin erscheint ebenfalls im August auch das zweite Album von All For Metal, bei denen Tim «Tetzel» Wagner ebenfalls am Mikro steht. Gut, musikalisch und in Sachen Härtegrad sind dann doch grosse Unterschiede zwischen beiden Bands hörbar, weshalb Asenblut wohl eh ein anderes Zielpublikum anspricht.
Hauptverantwortlich für das Songwriting war Drummer Maté "Balrogh" Balogh, die Texte stammen aus der Feder von Tetzel. Sowohl vom Sound, wie auch von den Lyrics erinnern Asenblut natürlich in erster Linie an Amon Amarth, auch wenn man nebst den typischen nordischen Themen («Das Ende der Götter», «Wie Ein Berserker» oder «Wölfe Des Meeres») auch mal über den Tellerrand schaut. «Hexengericht» handelt – na klar – über die Hexenverfolgung und «Dagon» stammt aus dem Lovecraft Universum. Soundmässig hat man nicht viel verändert und liefert wieder massig Bangerstoff ab. «Wie ein Berserker» ist ein hymnischer Volltreffer, der von den geilen Gitarrenharmonien und den brutalen Vocals live ein Gassenhauer werden könnte. Auch der Titeltrack fällt in diese Kategorie, ja kann man durchaus festellen dass eigentlich kein Song wirklich abfällt. Allerdings erinnert halt schon die eine oder andere Melodie an die oben genannten Schweden.
Ob Asenblut mit «Entfesselt» neue Käuferschichten erschliessen kann, wage ich ob des Gehörten zu bezweifeln. Wem aber der Vorgänger «Die Wilde Jagd» zugesagt hat, der kann hier blind zugreifen. Es bleibt jetzt zu hoffen, dass Tetzel neben All For Metal auch für Liveauftritte von Asenblut Zeit findet. Die Songs haben nämlich mächtig Potential für die Bühne.


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