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Crematory - Destination



Release Info: 2025 - Rock Of Angels - Full Length
Band Info: Deutschland - 1991 - Gothic Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Destination
2. The Future Is A Lonely Place
3. Welt Aus Glas
4. My Girlfriend's Girlfriend
5. After Isolation
6. My Own Private God
7. Days Without Sun
8. Deep In The Silence
9. Banished Forever
10. Ashes Of Despair
11. Toxic Touch
12. Das Letzte Ticket

Kaum eine Band wurde in den letzten Jahren dermassen schlecht geredet wie die deutschen Gotic Metal Pioniere. So ganz unschuldig waren Crematory natürlich nicht, sei es durch unüberlegte Aussagen von Drummer Markus Jüllich oder durch nicht ganz so tolle Veröffentlichungen. Wer aber die Plattenkritiken in den einschlägigen Medien liest, wird den Eindruck nicht los, dass es fast ‘en Vogue’ ist, die Band scheisse zu finden. Immerhin kann man auf eine ordentliche Fanbasis zählen und die werden auch mit «Destination» wieder gut bedient. 

Es ist zwar nicht so, dass man an Meilensteine wie «Transmigration», «Act Seven» oder «Believe» anknüpfen kann, aber schon der Titelsong beweist, dass Crematory noch immer in der Lage sind, griffige Songs zu schreiben. Als absolutes Highlight entpuppt sich die atmosphärische Mid Tempo Hymne «The Future Is A Lonely Place». Geniale Synthie Teppiche und ein Refrain zum Niederknien, so darf es gerne weiter gehen. Geht es aber leider nicht. «Welt Aus Glas» geht zwar noch in Ordnung, aber die Coverversion von Type O Negative’s «My Girlfriend’s Girlfriend» und das belanglose «After Illusion» lassen das Stimmungsbarometer wieder sinken. 

Mit «Days Without Sun», «Banished Forever» und dem zweiten Song mit deutschen Texten «Das Letzte Ticket» findet der geneigte Crematory Fan auch auf der zweiten Hälfte genügend neuen Stoff.  Den grössten Fehler hat die Truppe aber mit dem Verzicht auf einen zusätzlichen Sänger, der den Klargesang übernimmt, gemacht. Felix’s Growls sind nach wie vor beindruckend, der Cleangesang hingegen ist wie beim Vorgänger «Inglorious Darkness» nicht über alle Zweifel erhaben. 

«Destination» ist ein Album mit Höhen, aber auch mit einigen Tiefen. Trotzdem ist es unter dem Strich immer noch als knapp Gut zu bewerten, auch weil sich Crematory trotz aller Unkenrufe nach wie vor treu sind und wissen was ihre Fans wollen. Das Zielpublikum wird es dankend annehmen.



Crematory - Photo

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