Bewertung: 8,5
1. Cross The Divide
Der Albumtitel ist der Name einer Skulptur des polnischen Bildhauers und Malers Stanisław Szukalski aus dem Jahr 1965. Schade hat man das nicht auch auf das Artwort ausgeweitet, denn dieses ist leider ein ziemlicher Griff ins Klo. Auch wenn das Label selbstverständlich schreibt, dass sich Epica neu erfindet, bleibt ansonsten ziemlich alles beim Alten und das ist auch gut so.
Während sich Bands wie Within Temptation oder Ad Infinitum mehr und mehr Richtung Modern Metal orientieren, bleiben sich die Niederländer einmal mehr treu. Das heisst im Umkehrschluss nichts anderes, dass nach wie vor bombastischer aber auch komplexer Symphonic Metal mit Soundtrack Qualitäten auf den Käufer wartet. Der Opener «Cross The Divide» ist mit seiner Eingängigkeit eine perfekte Wahl und nimmt den Hörer sofort mit in die Welt Epica’s. Simone Simmons singt einmal mehr herausragend, aber unterdurchschnittliche Musiker findet man bei Epica ja eh nicht.
«Arcana» ist ein verspielter Track, der die ganze Bandbreite abdeckt. Orchestrale Bombastpassagen, knallharte Riffs, Gänsehaut erzeugende ruhige Momente und sogar ein Kinderchor wurden in die fünf Minuten gepackt. Wer es flotter und härter möchte wird mit «Fight To Survive – The Overview Effect» oder «T.I.M.E.» glücklich werden. Wer übrigens seit dem 2009er Werk «Design Your Universe» auf eine Fortsetzung der «A New Age Dawns» Geschichte wartet, der dürfte Luftsprünge machen, denn die Parts 7 bis 9 warten auf «Aspiral» auf euch.
Einen richtigen Ausfall habe ich auch
nach mehrmaligem Hören nicht ausmachen kann. Natürlich braucht auch das 10. Album
wieder einige Durchgänge, aber wer bisher mit Epica was anfangen konnte, wird
hier garantiert nicht enttäuscht und darf problemlos blind kaufen.


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