Bewertung: 9
Der Vorgänger «Echoes From The Gutter» wurde in ‘Keep It True’ Kreisen äusserst positiv bewertet. So war die Band an der ersten Ausgabe des Sin Starlett Stock Festival in Luzern als Headliner gebucht worden. Auch wenn damals der Sänger krankheitsbedingt ausfiel, liess es sich die Band nicht nehmen trotzdem zu spielen, was die Österreicher in meiner persönlichen Sympathie Leiter mehr als ein paar Sprossen emporsteigen liess.
Nun ist Album Nummer Zwei am Start und zum Glück hat man sich nicht verbiegen lassen, sondern huldigt noch immer dem Achtziger Stahl. Als Referenzen würde ich mal Judas Priest, Heavy Load, Angel Witch und W.A.S.P. ins Spiel bringen. Aber auch neuere Truppen wie Traveler, Riot City oder Haunt bedienen sicher die gleiche Zielgruppe.
Los geht die wilde Reise mit dem Opener «Steal The Night» und spätestens als der Gesang von Hans Huemer zu vernehmen ist, der ein klein wenig wie die österreichische Version von Blackie Lawless klingt, erinnert man sich sofort wieder an den Vorgänger. Eingängiger Refrain inklusive. «Children Of The Beast» ist speediger als der Opener, verfehlt aber seine Wirkung nicht und dürfte live ein Hammer werden. Damit haben Venator ihr Pulver noch nicht verschossen: Das galoppierende «Ravening Angel», die schon bekannte Hymne «Radar» oder das Anfangs an die Scorpions erinnernde «Dynamite» sind weitere überzeugende Songs, die beweisen dass die Band auch auf «Psychodrome» wieder viel richtig gemacht haben.
Wer das Gefühl hat, der klassische Metal lebe nur von den alten Recken wie Maiden, Priest oder Saxon sieht sich einmal mehr getäuscht. Auch wenn Venator wahrscheinlich nie den Erfolg der Vorbilder erreichen werden, so lange es solche Bands gibt, dürfen sich Old School Fans noch lange an geilem, schweisstreibendem klassischen Metal freuen.


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