1. Borrowed Time
Ein Blick auf das Artwort reicht aus um zu wissen, dass wir es hier mit einem Thrash Album zu tun haben. Tatsächlich ist dies das zweite Werk des Vierers aus Chicago, welcher mit Tim Jensen am Gesang und Konstadin Kostadinov an der Gitarre und Dan Stapinski gleich drei Neulinge präsentiert. Geblieben ist also als einziges Gründungsmitglied Drummer Jim Nicademus.
Dabei zocken Misfire Old School Stoff der Marke Testament, Anthrax und Exodus, erinnern aber auch gelegentlich an Warbringer. Neues ist nicht zu erwarten, die grossen Riffs und Hooks fehlen ebenfalls und trotzdem macht das Ding Laune. Sei es der sich im Tempo steigernde Opener «Day To Day», das Groove Monster «We Went Through Hell» oder die rasante Abrissbirne «End Of An Age», man kann einfach kaum einmal still sitzen. Der Gesang von Jensen hat die nötige Rauheit und manchmal baut der gute Mann fast schon fiese Black Metal Vocals ein, nachzuhören bei «Twist Of Fate».
Thrash Fans werden an diesem Teil ihre
helle Freude haben. Die Besetzungswechsel hat die Band gut verkraftet und legt ein
amtliches Brett vor. Wer auf Old School Thrash steht, beim welchem Melodie und
Härte die fast schon optimale Balance findet, der muss zumindest reinhören.


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