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Grave - ...And Here I Die...Satisfied





Release Info: 1993 - Century Media - EP
Band Info: Schweden - 1988 - Death Metal
Bewertung: 7,5


Songs

1. ...And Here I Die...Satisified
2. I Need You
3. Black Dawn
4. Tremendous Pain
5. Day Of Mourning
6. Inhuman

Graves Debüt war ein Meilenstein des schwedischen Death Metal, doch You'll Never See... konnte nicht vollends überzeugen. Es war daher gespannt, ob die Band ihre kompositorische Qualität wiedererlangen konnte. Ehrlich gesagt, ergaben ihre neuen Songs kein klares und einheitliches Bild. Der Wermutstropfen der EP war „I Need You“ , leider eines der beiden brandneuen Stücke. Schon dieser Titel machte mich stutzig. Ich war Songnamen wie „Premature Autopsy“ oder „Skin Her Alive“ gewohnt , unsinnig, aber irgendwie auf eine sehr grobe Art passend. Doch der Titel war natürlich nicht das Hauptproblem, und „I Need You“ war alles andere als ein Liebeslied. Dennoch bot dieses lahme, schleppende Produkt vom Second-Hand-Markt nicht alles, was einen starken (Death-)Metal-Song ausmacht. Weder packende Riffs noch rasante Rhythmen waren zu hören, jegliche Dynamik fehlte, und überraschende Wendungen blieben ebenfalls aus. Auch der Titeltrack selbst legte nicht den Fokus auf hohes Tempo, entwickelte aber mit seinem knarrenden Hauptriff eine unterschwellige Wucht. Ohne Frage hinterließ dieser Track den besseren Eindruck. Die besten Songs der EP sollten jedoch noch kommen. Ältere Stücke wie „Black Dawn“ und „Tremendous Pain“ zeigten die abgründige Seite des Death Metal deutlich eindrucksvoller als die brandneuen Kompositionen. Das kratzige Riffing von „Black Dawn“ bildete das Fundament eines präzisen Highspeed-Killers mit einprägsamem Refrain. Schade, dass der Sound dieser Nummer nicht den berechtigten Erwartungen entsprach, obwohl sie in derselben Session wie die neuen Stücke aufgenommen wurde. Insgesamt war die Produktion der Songs akzeptabel, nicht mehr und nicht weniger. Unter diesen Umständen war es nicht verwunderlich, dass frühe (und überraschend kraftvolle) Aufnahmen von „Day Of Mourning“ und „Inhuman“ die EP über Wasser hielten. Diese Stücke waren jedoch bereits vom großartigen Debüt bekannt und trugen daher nicht wesentlich zum Wert der EP bei. Dennoch spiegelten ihre Bösartigkeit und Kampfbereitschaft die beste Seite der schwedischen Truppe wider. Wer ...And Here I Die... Satisfied nicht besitzt , kann sich entspannen. Es ist eine solide EP, die den Geist der frühen Neunziger widerspiegelt, aber nicht mit herausragenden Features beeindruckt. Das Growling, die Leads, die Tempowechsel – nichts bietet etwas Außergewöhnliches. Wenn ihr zufrieden sterben wollt, hört euch ihr Debüt an, bevor ihr Selbstmord begeht – aber ich hoffe, ihr habt Besseres zu tun. (METALBITE)

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