1. Desolate Winds
Dying Victims hat mal wieder zugeschlagen und eine Undergroundkapelle ins Boot geholt, welche bisher wohl nur den Polen bekannt war. Da stammen Lucille nämlich her. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 2017 zurück, 2021 hat man in Eigenregie eine EP veröffentlicht. Nun folgt also der erste Longplayer, welcher mit rohem unverfälschtem Thrash ‘glänzt’.
Dass das Wort glänzt mit Gänsefüsschen daher kommt, rührt davon, dass die acht Songs einfach nicht über ein gewisses Niveau kommen. Die Band prügelt sich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Scheibe, was live sicher mehr Eindruck machen könnte als auf Scheibe. Die Produktion ist sehr dumpf ausgefallen, was den Hörgenuss leider extrem mindert. Sänger Ramone ist ebenfalls kein zweiter Mille oder Schmier. Viel Negatives, aber es gibt auch Lichtblicke: Die Gitarrenarbeit ist phasenweise wirklich stark, was die Scheibe aufwertet. Songs wie «Prophets Of Disease» oder «On Your Knees» bieten zwar nichts innovatives, aber dennoch dürften sie den Live Test locker bestehen.
Wer auf Old School Thrash steht und
keine hohen Ansprüche ans Songwriting hegt, könnte mit «Dawn Of Destruction»
glücklich werden und erhält im Gegenwert zum hart verdienten Geld eine
vierzigminütige Abreibung verpasst.


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