Alphabet

Cultural Warfare - Warmageddon



Release Info: 2018 - M-Theory - Full Length
Band Info: USA - 2010 - Thrash Metal
Bewertung: 8       


Songs:

1. Warmageddon
2. Divided We Crawl
3. G.O.D.
4. Eyes Of The Land
5. Two Spirits
6. Politikill
7. Scars Left Cold
8. Punished
9. Witches Prayer
10. Shadow Priest
11. Blood Machines
12. New Beginnings

Manchmal ist es schon ein Kreuz mit der Veröffentlichungswut der Labels. Da kann es dann auch schon einmal vorkommen, dass ein wirklich hervorragendes Album in der Masse der allmonatlichen Neuerscheinungen schlicht und ergreifend untergeht. So geschehen mit „Warmageddon“ dem Debütalbum der Kalifornier CULTURAL WARFARE, welches bereits am 14.09. erschien und fast zwei Monate auf der Festplatte meines Laptops rumdümpelte, bevor ich es gestern beim Aufräumen ebendieser durch Zufall wiederentdeckte. Und das, obwohl die Musikerkollegen von ANGERHEAD einem die Band neulich auf Facebook noch wärmstens empfohlen hatten. Tja, so kann es gehen. Also Kopfhörer in die Ohren und gespannt der Dinge gelauscht, die da auf einen zukommen. Nun, muss man offen sagen, dass aus der Bay Area, die in den Achtzigern fast im Wochentakt erstklassige Gruppen hervorbrachte, man denke nur an METALLICA, SLAYER, EXODUS usw. in letzter Zeit mit Ausnahme von ANGERHEAD nichts wirklich Neues kam, dass einen derart aus den Socken gehauen hätte wie damals die Debüts der bereits genannten Kapellen, die heute allesamt zu den Größen ihrer Musik gehören. Also auf „Play“ gedrückt und holla, die Waldfee, was ist das denn? Man merkt sofort, dass man es hier nicht mit irgendwelchen Jungspunden, sondern mit gestandenen Musikern zu tun hat. Jacques Serrano (Gesang), Billy Garoutte (Gitarre), Kevin Doughty (Gitarre), Pete Aguilar (Bass) und Bones Padilla (Schlagzeug) überzeugen ab der ersten Sekunde von „Warmageddon“. CULTURAL WARFARE existieren seit 2010. Mit “Ratten Krieg“ (2012) und „Future Kill“ (2017) erschienen bereits zwei EPs der Kalifornier. Doch mit ihrem Debütalbum können sich CULTURAL WARFARE sogar noch steigern. Bereits mit dem die Scheibe eröffnenden Titelsong zieht der Fünfer den Hörer in seinen Bann und lässt ihn bis zur letzten Note nicht wieder los. Geboten wird einem hier Thrash Metal, der zwar über das nötige Maß an Aggression verfügt, es aber niemals an Melodie fehlen lässt. Sänger Jacques Serrano klingt noch dazu, als hätte man Chuck Billy (TESTAMENT) mit Mike Howe (METAL CHURCH) und dem leider zu früh von uns gegangenen Warrel Dane (NEVERMORE) gekreuzt. Der Titelsong, „Divided We Crawl“, „Eyes Of The Land“, zu dem es auch ein Video gibt und das hervorragende „Two Spirits“ sind klar die Höhepunkte auf „Warmageddon“, doch auch die anderen Nummern stehen den genannten in nichts nach. Für die Produktion zeichnet hier Juan Urteaga verantwortlich, welcher bereits mit TESTAMENT, MACHINE HEAD und EXODUS arbeitete, während das Mastering niemand anders als Jens Bogren übernahm. Unnötig zu betonen, dass hier auch der Klang überzeugt. Die Bay Area hat also auch heute noch herausragende Bands zu bieten. Für mich sind CULTURAL WARFARE ganz klar die Entdeckung des Jahres. (Matthias)




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Popular Posts