1. Hymn Of Long John Silver
2. Under Jolly Roger
3. Genghis Khan
4. Raise Your Fist
5. Purgatory
6. Mordor
7. Diabolic Force
8. Raw Ride
9. Adrian S.O.S.
10. Prisoner Of Our Time
11. Intro
12. Riding The Storm
13. Bad To The Bone
14. Raw Ride
15. Raging Fire
17. Tortuga Bay
18. Bass Solo
19. Conquistadores
20. Prisoner Of Our Time
So gut wie jeder Song ist hier in seiner endgültigen Version vertreten. Die meisten sind zudem schneller als die Originale, was nie verkehrt ist. Die traditionellen Mitsing-Hits wie „Raise Your Fist“, „Raw Ride“ und natürlich der absolute Klassiker der Band, „Under Jolly Roger“, funktionieren besser denn je. Die früheren Songs der beiden ersten Alben, „Gates to Purgatory“ und „Branded & Exiled“, wurden hier dank der neuen Bandmitglieder (Bassvirtuose Jens Becker und Schlagzeug-Virtuose Stefan Schwarzmann) und der gestiegenen Erfahrung und des Könnens der beiden Gitarristen Majk Moti und dem einzigartigen Rock N' Rolf auf ein ganz neues Level gehoben. Die beiden Gitarristen zeigen ihr wahres Können, das im frühen Katalog von Rock N' Rolf nicht immer so deutlich zum Vorschein kam, etwa bei Songs wie „Raise Your Fist“, „Prisoners of Our Time“ und dem so unterschätzten „Diabolic Force“ (verdammt, der Song müsste legendär sein, wäre er wahrscheinlich auch, wenn jeder Metalhead diese Version hören würde).
„Purgatory“ wurde nie als Studioversion veröffentlicht, was mich aber überhaupt nicht stört, da kein noch so ausgefeiltes Studioequipment diesem Song gerecht werden könnte. Es ist durch und durch ein Live-Song. Interessant ist auch die Ähnlichkeit zu Judas Priests Version von „The Green Manalishi“. Ich muss unbedingt erwähnen, wie fantastisch mein Lieblingsstück „Mordor“ von „Branded & Exiled“ auf „Ready For Boarding“ klingt. Früher war es ein düsteres, eindringliches Stück, aber nicht wirklich zum Headbangen geeignet, da es etwas zu langsam war. Hier klingt es, als wäre es im Zeitraffer. Wahnsinn!
Dieses unterschätzte Juwel ist die perfekte Dokumentation der frühen Jahre von Running Wild, denn es ist so ziemlich das Beste, was ein Live-Album zu bieten hat. Meine einzige Kritik betrifft Rolfs Publikumsansagen, die – vermutlich auf Druck der Plattenfirma – komplett auf Englisch sind, obwohl das Publikum deutsch ist. Es klingt wirklich albern. Außerdem gibt es keine wirkliche Mitsing-Passage. Aber wenn du ein Fan von Running Wild bist, ist dieses Album ein Muss. Meiner Meinung nach ist das die klassische Running-Wild-Besetzung, und alle sind hier in absoluter Höchstform.
READY FOR BOARDING!?(METAL ARCHIVES)


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