Bewertung: 9
1. Seven Serpants
Wenn man sich mit der musikalischen Entwicklung von KREATOR auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass von der einstigen Rumpel-Combo nicht mehr viel übriggeblieben ist. Schon mit dem dritten Album «Terrible Certainty» (1987) vermischte Bandleader Mille harte Klänge mit melodischeren Parts und richtete immer einen Gitarren-Leckerbissen her, der seinen Ursprung in der "New Wave Of British Heavy Metal" hatte.
Seit einigen paar Jahren, genauer geschrieben seit 2001 und dem "Comeback" Album «Violent Revolution», kleckerte der singende Gitarrist zusammen mit seinem Uralt-Kumpel Ventor (Drums) plus Sami Yil-Sirnö (Gitarre), vermischte alte Traditionen mit feinen, neuzeitlichen Parts und dem typischen Kreator-Sound, wie er seine Entstehung bereits bei «Coma Of Souls» sowie «Extreme Aggression» hatte. Mit dem sechzehnten Studio-Album werden Mille und seine Truppe (seit 2019 mit Frédéric Leclercq am Bass) keinen Fan enttäuschen und marschieren auf dem eigeschlagenen, erfolgreichen Weg weiter.
Eine Hymne wie «Satanic Anarchy» verbindet das melodische Element der Gitarren, mit der aggressiven Stimme von Mille und dem knallharten Rhythmus. Dabei gefallen mir Kreator sogar eine Spur besser als auf dem eh schon genialen Vorgänger «Hate über Alles». Der im Midtempo gehaltene Titelsong überzeugt ebenso, wie das bereits bekannte «Tränenpalast», bei dem Mille Unterstützung von Britta Görtz (Hiraes, Hevean Shall Burn) erhält. Ein Duett das Sinn macht und den Titel durch das kraftvolle Organ von Britta zusätzlich aufwertet, während der Song auch auf «Endorama» (1999) gepasst hätte.


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