Bewertung: 7,5
1. Prologue Of A Delirium
Die Madrilenen werfen ihr zweites Album ins Becken und schwimmen dabei im selben Teich mit Bands wie Hitten, Chastain oder Cobra Spell. Das Gehirn der Band ist Gitarrist Jonjo Negrete, welcher das Album in Eigenregie aufgenommen, produziert und gemastert hat: «Etwas experimenteller sind wir geworden, ohne allerdings die Essenz von RAVE IN FIRE zu opfern. Der größte Unterschied zwischen ‘Square One’ und seinem Vorgänger ist der Fakt, dass ‘Sons Of A Lie’ ein Album war, welches für zwei Gitarren geschrieben worden war.»
Der Opener «Dark Poison» geht schon mal gut los, galoppierende Drums und starke Leads und Solos prägen den Song, aber es ist Sängerin Sele, welche dem Song den Stempel aufdrückt. Sie erinnert mich an Leather Leone (Chastain) und zeigt wirklich eine verdammt starke Performance. «Crown Of Stars» klingt deutlich melodiöser, während «Speed And Rave» live mächtig geil rüber kommen wird. Aus dem Rahmen fällt der Titeltrack, welcher die sieben Minute knackt und im Gegensatz zum Rest deutlich progressiver klingt, allerdings ist der Song natürlich noch lange nicht im Dream Theater Gewand.
Was Rave In Fire noch fehlt, sind die
richtigen Ohrwürmer. Kaum ein Refrain bleibt wirklich kleben und so reiht man
sich momentan noch in der zweiten Liga ein. Aber die Scheibe ist wirklich solid
und macht auch so noch genügend Fun. Wer klassischen melodiösen Metal mit einer
starken Frauenstimme sucht, dürfte hier fündig werden.


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