1. From Shores Forsaken
Kommen wir gleich zur Sache: Dies ist eine unglaubliche Veröffentlichung von wahrhaft epischem Doom Metal. Obwohl Bands wie Manilla Road und Brocas Helm als Einflüsse genannt werden, ist der beste musikalische Vergleich zweifellos Solstice (UK), insbesondere das unsterbliche Album „New Dark Age“. Kristallklarer Gesang erzählt die Prophezeiungen der Antike, wobei die Texte von klassischer Fantasy wie Tolkiens Noldor und Lovecrafts Yithianern inspiriert sind. Doch dies ist kein generischer Fantasy-Metal wie so viele Bands im Power-Metal-Genre. Atlantean Kodex gestalten ihre Songs sorgfältig zu wahren epischen Erzählungen, nicht zu seelenlosen Liedern, in denen Held A in einem verzauberten Land gegen Drache B mit dem magischen Schwert D antritt. Die Musik bewegt sich in einem langsamen bis mittleren Tempo, ohne jemals langatmig zu werden, und gibt den Songs Zeit, sich zu gewaltigen, monumentalen Werken zu entwickeln. Es gibt drei vollständige Songs und ein kurzes Akustikstück („The White Ships“), die Fans dieses Stils nach einem kompletten Album lechzen lassen werden. Fans von klassischen Doom-Bands wie Candlemass (zur Marcolin-Ära), den frühen Solitude Aeturnus und Solstice werden dieses Album lieben. Es gibt nichts weiter zu sagen, außer: Hört es euch unbedingt an, bevor es wieder in der Versenkung verschwindet und auf die Rückkehr der Alten wartet. (METAL ARCHIVES)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen