Bewertung: 8
1. WWH8
Obschon Bitterness schon seit 2001 dem Thrash huldigen, dürften nur Maniacs welche tief im Underground verwurzelt sind, die Deutschen kennen. Wir haben es hier aber bereits mit dem achten Album zu tun, eine eindrückliche Biographie. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte kommen auch Gastmusiker zu Ehren. Urgestein Gerre von Tankard ist auf «High Sobriety» zu hören und Michael Goldschmidt (Goldsmith) steuerte die Solos im gleichen Song und bei «Win-Windustry» bei.
Musikalisch zockte man Old School Thrash mit einer kräftigen Prise Göteborg Sound, auf dem neusten Streich ist der Death Metal Anteil allerdings nur noch in kleinen Dosen vorhanden. Ohne Vorgeplänkel ist man mitten im Moshpit…äh Geschehen und findet sich zwischen knallharten Riffgewittern wieder. Sänger Frank klingt wie eine Mischung aus Gerre und Mille und drückt den knallharten Songs den Stempel auf. «Amok:Koma» ist eine teuflisch groovende Mid-Tempo Abrissbirne und «High Sobriety» atmet nicht nur wegen Gerre den Tankard Spirit. Macht mächtig Spass das Album, auch wenn am Schluss das Instrumental «Magnum Innominandum» etwas zu lang geraten ist und da ich nichts mit den Misfits anfangen kann, kann auch das Cover «Scream!» nicht bei mir punkten.
Trotz dieser Schwächen gegen Ende,
bleibt ein solides, phasenweise starkes Thrash Werk übrig. Wer übrigens wissen
will, wie die Albumtaufe in Freiburg im Breisgau lief, der sollte sich
demnächst die Live Reviews auf dieser Seite bookmarken. Der Autor dieser Zeilen
wird für Metal Factory vor Ort sein.


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