Alphabet

Greyhawk - Warriors Of Greyhawk



Release Info: 2026 - Cruz Del Sur - Full Length
Band Info: USA - 2016 - Heavy Metal
Bewertung: 8


Songs:

1. Ascension
2. Land Of Ashes
3. Take A Stand
4. Endless Race
5. Warriors Of Greyhawk
6. Words Of Power
7. Chosen
8. Hyperspace
9. Embers Rise
10. Rise Above
11. Eternal Quest

Aus den USA kommen vielleicht nicht so viele international stattfindende Power-Metal-Bands wie aus manch anderem Teil der Welt, aber auch jenseits des großen Teichs hat das Genre durchaus seine Verfechter. So zum Beispiel GREYHAWK. Die Truppe wurde immerhin schon vor zehn Jahren in Seattle gegründet und hat seither bereits zwei volle Alben sowie zwei EPs veröffentlicht. Da ihre Musik generell in Europa besser ankommt als in der Heimat, hat sich die Band inzwischen einen Vertrag mit dem italienischen Label Cruz Del Sur gesichert. Als erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit liegt mit dem selbstbewusst benannten „Warriors Of Greyhawk“ nun das dritte Album der Mannschaft vor. Mit „Ascension“ findet „Warriors Of Greyhawk“ einen ebenso epischen wie druckvollen, weil durchaus gitarrenlastigen Einstieg. GREYHAWK machen ab dem ersten Ton deutlich: Wir spielen Power Metal, aber mit moderner Wucht. Im anschließenden „Land Of Ashes“ wird es sodann deutlich rasanter, was dank großartiger Riffs aber nicht minder gelungen ausfällt. Auch in Songs wie „Endless Race“ und „Hyperspace“ verbindet die Band erhabene Eingängigkeit und technische Finesse mit zeitgemäß druckvoller Produktion. Damit begibt sich die Truppe vor allem ins Fahrwasser australischer Bands wie SILENT KNIGHT und DUNGEON oder – im Falle der Power-Ballade „Rise Above“ – auch der Kanadier STRIKER. Die Vorbilder der Formation sind auf „Warriors Of Greyhawk“ also stets offensichtlich, wobei die Liste nicht mit den bereits genannten Bands endet. „Take A Stand“ etwa wurde höchstwahrscheinlich von HAMMERFALL inspiriert und „Words Of Power“ erinnert stark an die stilbildenden Songs von YNGWIE MALMSTEEN. Die Amis bieten hier also vieles, was man auch schon von anderer Stelle kennt – weil die Burschen aber sowohl hörbar große Freude an ihrem Schaffen als auch ein ziemlich glückliches Händchen für edles Riffing haben, ist diese Form der Hommage in erster Linie charmant und schickt Power-Metal-Fans sofort in ihre Wohlfühlzone. Der Sound von „Warriors Of Greyhawk“ ist wie angedeutet modern und fett, wobei vor allem der Titeltrack zeigt, dass der Fokus auf druckvollen Gitarren dem allgegenwärtigen Power-Metal-Pathos die nötige Durchschlagskraft verleiht. Keyboards gibt es in den Songs zwar auch, allerdings halten sich diese stets dezent im Hintergrund. Wollte man Kritik üben, so könnte man anführen, dass die Produktion vielleicht eine Ecke zu steril ausfällt. Sieht man sich an, wen sich GREYHAWK zum Vorbild nehmen, so dürfte auch ihr Sound ein bisschen griffiger bzw. kantiger ausfallen. Insgesamt klingt das Album aber absolut stimmig. Die Musiker in GREYHAWK sind offenkundig glühende Power-Metal-Fans. Als solcher fühlt man sich auf „Warriors Of Greyhawk“ auch sofort zuhause, denn das meiste, was die Band aus Seattle bietet, kennt man aus dem Genre schon von ihren Vorbildern. Nichtsdestoweniger hat die Truppe voll und ganz verstanden, worauf es dabei ankommt und findet auf ihrem dritten Album in technisch anspruchsvollen, energetischen Songs die nahezu perfekte Balance aus dem in der Sparte üblichen Bombast und metallischer Härte. Revolutionär geht anders, aber GREYHAWK geben Power-Metal-Anhängern genau das, was sie kennen und lieben. (METAL1 8 / 10)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Popular Posts