Bewertung: 6
Vancouver ist die Heimatstadt dieses Trios, welches hier sein zweites Album der Metalgemeinde zu Füssen legt. Gerne würde ich natürlich eine gute Kritik schreiben, weil jede Band ja viel Herzblut in ihre Musik legt, aber ich kann diesem Album leider nicht nur positive Zeilen bescheren.
Es ist mir ein absolutes Rätsel wie man eine solche Produktion im Jahr 2026 auf die Masse loslassen kann, denn diese klingt leider öfter sehr matschig und dumpf, so dass der Hörgenuss schon nach kurzer Zeit verfliegt. Dabei hätte der Mix aus atmosphärischen Elementen aus dem Black Metal und technischem, progressivem Old School Death Metal durchaus seine Reize. Technisch sind die Jungs über alle Zweifel erhaben und überraschen immer wieder mit Wendungen, die man so nicht erwartet hat. Ein Song wie «Nightmare Cartographer» ist progressiv, zeugt von einem starken Selbstverständnis für das Songwriting und ist trotzdem bretthart.
Insgesamt ist das Album manchmal fast
zu chaotisch für meinen Geschmack, aber wer Bands wie Nocturnus, Pestilence
oder Morbid Angel auf seiner Speisekarte hat, sollte mal reinhören, eine Vorliebe
für gewissen Disharmonien sollte man dabei aber mitbringen.


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